Die Skischullandheimaufenthalte der 7. Klassen
in Neukirchen am Großvenediger



Geschichte und Allgemeines:
Seit über 20 Jahren fahren die 7. Klassen in der Zeit von Ende Januar bis Anfang März ins Skischullandheim. Seit 1992 nach Neukirchen am Großvenediger im Salzachtal. Die Fahrten dorthin werden organisiert von einem Schulverbund der Schulskifreizeiten in Aarbergen im Taunus. Der Verbund arbeitet eng mit dem SCU (Skiclub Untertaunus) zusammen.
Dieser Schulverbund organisiert die Busfahrten sowie die Unterkünfte. Außerdem führt er die Preisverhandlungen mit der Liftgesellschaft. Jährlich findet ein Treffen aller Beteiligten (Schulen, Busunternehmen; Skilehrer, Fremdenverkehrsamt Neukirchen sowie Repräsentanten der Unterkünfte) in Taunusstein statt.

Pädagogische Ziele:
Die Fahrten ins Skischullandheim sind Teil unserer erlebnispädagogischen Aktivitäten wie Kanufahren, Klettern, Segeln/Surfen, Klassenfahrten mit dem Fahrrad etc..
Erlebnispädagogik zielt vor allem auf eine Stärkung des Selbstwertgefühls von Schülerinnen und Schülern. Sie ist Teil des Konzepts Kinder stark machen um präventiv auf Gewalt- und Suchtgefahren zu reagieren.
Der Skischullandheimaufenthalt bietet in hervorragender Weise die Möglichkeit diesen Zielen näher zu kommen. Schülerinnen und Schüler erleben hierbei, wie sie in wenigen Tagen eine Fertigkeit erlangen, die sie so zuvor nicht für möglich gehalten haben. Sie lernen in einer Gruppe, deren Mitglieder sich gegenseitig helfen und unterstützen müssen, um ans Ziel zu kommen. Durch moderne Carvingski ist es in der Regel möglich, in drei Tagen grundlegende Skifahrfähigkeiten zu erlangen. Selten sind Kinder bei schulischen Aktivitäten so lebensfroh und glücklich.
Bedingt durch die Jahreszeit steht an den langen Winterabenden viel Zeit für gemeinsame Aktivitäten sowohl in den einzelnen Klassen als auch klassenübergreifend zur Verfügung.
Das Kennenlernen der Alpen bietet außerdem eine Vielzahl von fachspezifischen und fachübergreifenden unterrichtlichen Möglichkeiten, vor allem in den Fächern Biologie und Erdkunde. Der Winter mit Schnee, Eis, zum Teil sehr niedrigen Temperaturen oft verbunden mit strahlendem Hochdruckwetter, bester Fernsicht und beeindruckendem Sternenhimmel ist für die Mehrzahl der Kinder ein neues und sehr beeindruckendes Erlebnis.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass es auch einzelne Schülerinnen und Schüler gibt, die mit der neuen Sportart nicht zurecht kommen. Unsere langjährige Erfahrung zeigt uns aber, dass der Anteil dieser Kinder im Schnitt unter 3% liegt. Nicht immer gelingt es uns mit unseren Aktivitäten so erfolgreich zu sein.
Bemerkenswert ist sicherlich, dass Schülerinnen und Schüler noch in der Oberstufe und sogar in der Abiturzeitung positiv von der Skifreizeit erzählen.

Text: Bernd Meneghini

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Letzte Änderung: Mittwoch, den 20. Juni 2007, 12:23 Uhr.