Polenaustausch 2006

10 Jahre Schulpartnerschaft
mit dem XIII Liceum Ogólnoksztalcace im. Bohaterów Westerplatte in Krakau


In Krakau

Der deutsch - polnische Austausch des Gymnasiums zu St. Katharinen und des XIII Liceum Krakau feierte dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

Am Nachmittag des 28. September trafen sich 20 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums zu St. Katharinen am Mainzer Hauptbahnhof um die 17-stündige Fahrt nach Krakau auf sich zu nehmen. Begleitet wurden wir von Frau Zeeh und Herrn Kottsieper.
Voller Vorfreude und mit dem Wunsch nach Bewegung kamen wir tags darauf gegen Mittag in Krakau an. Unsere Austauschpartner warteten bereits auf uns und das Wiedersehen fiel sehr herzlich aus. Auf dem Weg zu den Häusern und Wohnungen, in denen wir die nächsten zehn Tage verbringen sollten, bekamen wir einen ersten Eindruck von Krakau. Auf den ersten Blick war vieles ziemlich alt und marode, während neue Einkaufszentren und imposante Bürokomplexe einen Kontrast dazu bildeten.
Die kommenden Tage waren voll mit interessanten Ausflügen. Besonders hervorzuheben ist für uns Deutsche natürlich die Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz und des Stadtteils Kazimierz, das ehemalige Judenviertel in Krakau.

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes haben wir durch eine Stadtrallye Krakau etwas besser kennen gelernt. Eine Stadt, die vor allem viel Kultur zu bieten hat. Wir hatten außerdem eine Führung durch die Burg Wawel, eine Burganlage, die früher Residenz vieler namenhafter Könige war und darüber hinaus Weltkulturerbe der UNESCO ist.
Das darauffolgende Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das meine Familie mich so herzlich und zuvorkommend behandelt hat, das ich mich fast wie daheim gefühlt habe.
Montag und Dienstag fuhren wir in die Hohe Tatra. Wir verbrachten die Nacht in einer Jugendherberge, in der wir tagsüber an einem Projekt über die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Polen arbeiteten und uns abends ganz romantisch am Lagerfeuer wärmten.

In der Jugendherberge

Mitte der Woche war es dann soweit. Wir machten uns mit dem Bus auf den Weg nach Auschwitz. Wir besichtigten zunächst Auschwitz-Birkenau. Es war für mich persönlich äußerst schwer, auf dem Gelände nachzuvollziehen, wie Abertausende von Menschen gelitten haben. Vielleicht lag dies einfach an der Unfassbarkeit dieses Verbrechens.
Wir gingen dann zum Stammlager Auschwitz, dem eigentlichen Museum. Die ausgestellten Gegenstände hatten ihre ganz eigene Wirkung und spätestens als wir im einzg erhaltenen Krematorium standen, verstanden wir erst richtig, wo wir uns eigentlich befanden. Wir waren alle erleichtert, als wir Auschwitz verließen.

Am Morgen darauf besuchten wir den polnischen Unterricht und hatten ein paar interessante Einblicke in polnische Lehrmethoden: Es kam mir vor, als liefe alles disziplinierter ab als in Deutschland.
Am Nachmittag hatten wir eine Führung durch das ehemalige jüdische Viertel in Krakau, in dem viele Szenen zu Steven Spielbergs "Schindlers Liste" gedreht wurden.

Die betreuenden Lehrerinnen

Der Tag der Abreise rückte immer näher. Am letzten Abend gab es dann noch ein richtiges Highlight. Zum zehnjährigen Jubiläum des Austausches inszenierte Herr Grosz sein "vatermutterkind.spiele" in einer deutsch-polnischen Version. Für Theaterinteressierte war es eine höchst unterhaltsame Vorstellung.
Am nächsten Morgen war es dann soweit, der Abschied fiel uns allen sichtlich schwer, Tränen flossen und wir wollten den Zug gar nicht erst losfahren lassen. Letztendlich sind wir dann doch alle wieder in Deutschland angekommen.

Rückblickend verbinde ich mit unserem Aufenthalt in Polen absolut positive Erinnerungen.

Text: Levent Gülener, MSS 11

<< Zurück

Bei Fragen oder Problemen schreiben Sie bitte an:
schule@gym-oppenheim.de


Copyright 1999-2007 - Homepage-AG Gymnasium zu St. Katharinen Oppenheim.
Letzte Änderung: Samstag, den 03. November 2007, 21:17 Uhr.