Aufbautraining Mediation

Lehrerfortbildung 3. - 5 April 2003

 

Vor genau einem Jahr hatten 20 interessierte Kolleginnen und Kollegen des Gymnasiums an einer Einführungsveranstaltung in die Mediation unter Leitung von Frau Burckardt und Frau Rösch-Kießl vom Imek-Institut teilgenommen. Die hohe Teilnehmerzahl verdeutlicht, dass es ein starkes Interesse an konfliktlösenden Methoden an unserer Schule gibt. Die Dringlichkeit, neue Wege bei der Konfliktbewältigung zu beschreiten, wurde uns wenige Tage nach der Veranstaltung durch die unverständliche Tat des Erfurter Amokläufers erneut ins Bewusstsein gerufen.
Einen anderen Ansatz zur Verbesserung des Beziehungen der Schüler untereinander beschritt die Schule ja bereits, als die "Anti-Mobbing-Konvention", vom Arbeitskreis Konsens erarbeitet, in allen Klassenzimmern ausgehängt und von allen Schülern unterschrieben wurde.

 

Konflikte in der Schule
Konflikte kommen in der Schule ständig vor, und das ist gut so, denn Konflike auszuhalten und zu lösen, muss ebenfalls gelernt werden. Uns geht es eher um die kleineren und größeren Reibereien unter Schülern (aber auch zwischen Schülern und Lehrern) während des Unterrichts, auf dem Schulhof und auf dem Nachhauseweg. Werden diese Störungen nur durch den Lehrer als durchaus nicht immer neutralen Schiedsrichter unterbunden, entsteht schnell Frust bei der unterlegenen Partei. Manche Kleinigkeiten entwickeln dann mehr Dynamik und führen unter Umständen wieder zur Störung des Unterrichts oder anderem destruktiven Verhalten.
Das Problem ist für den Lehrer dann, wie er auf der einen Seite im Stoff fortfahren, auf der anderen Seite der Privatfehde schnell ein für alle Streithähne befriedigendes Ende setzen kann. Als Lösungsmöglichkeit bieten wir an, nicht die Unterrichtszeit mit klärenden Gesprächen zu vergeuden, sondern die Kontrahenten schnellstmöglich auf ein Mediationsgespräch zu verpflichten. Eine solche Vorgehensweise könnte unserer Meinung nach Zeit und Nerven sparen.

  Voraussetzungen
 
 

Vorgehensweise
und Ziele
bei einer Mediation

Mediation will Konflikte austragen helfen. Dazu müssen die Konfliktparteien erst einmal an einen Tisch gebracht werden. Gewaltfreie Kommunikation und konstruktive Konfliktbewältigung stehen dabei im Vordergrund. In der Regel sollten beide Parteien freiwillig zu diesem Gespräch bereit sein. Die Lösungen werden mit Hilfe des Mediators von den Konfliktparteien selbst gefunden. Es wird Stillschweigen über die Inhalte vereinbart, drohende Strafen können ausgesetzt werden. Am Ende der Sitzungen steht immer ein "Vertrag", auf dessen Einhaltung geachtet wird.

 
 
 
 

Letzter Stand
Nach der letztjährigen Einführung in die Grundtechniken der Mediation richteten wir an unserer Schule bereits zu festen Zeiten Mediationsstunden ein und sammelten praktische Erfahrungen mit der Methode. Diese waren in der Regel so positiv, dass sich die Mediationsgruppe fast geschlossen zum Aufbautraining anmeldete.
Allerdings erhofften wir uns auch weitere Tipps, Tricks und Übungsmöglichkeiten von dem Aufbauseminar. Ziel unserer Arbeit aber ist es nach wie vor, bald Schülern und Schülerinnen der Schule die Techniken beizubringen, damit sie die Mediationssitzungen leiten können. Wir versprechen uns davon mehr Akzeptanz durch die Schüler.

 

Das Aufbautraining
Beim Aufbautraining hatten wir Gelegenheit zur Vertiefung der Gesprächsführung, wir lernten mehrere neue Techniken für besonders knifflige Fälle kennen, wir hatten aber vor allem Zeit für den Erfahrungsaustausch. Von dem Willen, die Mediation an unserer Schule voranzutreiben, konnte sich am Freitag auch die Schulelternbeirats-vorsitzende Frau Pfeffer überzeugen. Wir danken für das Interesse von Seiten der Elternschaft.
Wir sind von unserem Ziel, die Mediation von Schülern für Schüler fest zu implementieren, noch weit entfernt, aber wir wollen weiter die Gelegenheit zur Medation anbieten, auch um sicherer im Umgang mit der Methode zu werden. Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Choquet, Frau Frisch, Frau Gill-Habl, Frau Gradl, Frau Hartrath-Orth, Herrn Reif, Herrn Vaupel oder jeden anderen Lehrer aus dem Mediationsteam.

 
Team

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    Text und Fotos:
    Birgit Gill-Habl


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