Im Kanu auf der Lahn
September 2004



Kanutour der Klasse 10b
vom 5. bis 10. September 2004 auf der Lahn

1. Tag : Fahrt Nach Wetzlar (Flusskilometer13,6)
2. Tag: Wetzlar bis Solms, 10 km
3. Tag: Solms bis Weilburg-Odersbach, 20,4 km
4. Tag: Weilburg-Odersbach bis Runkel, 22 km
5. Tag: Runkel bis Dietz, 16,2 km
6. Tag: Dietz bis Laurenburg, 20,3 km
            Rückfahrt von Laurenburg (Flusskilometer102,5)

Am diesem Sonntag ging es für uns, die Klasse 10b, endlich los auf unsere lang ersehnte Abschlussfahrt an die Lahn. Nachdem wir uns um 14.00 Uhr am Oppenheimer Hafen getroffen hatten, hieß es zuerst einmal Schwimmwesten austeilen und Autos beladen! Als wir das auch hinter uns gebracht hatten, konnten wir endlich nach Wetzlar aufbrechen!
Nach einer ungefähr zweistündigen sehr lustigen Autofahrt kamen wir am Campingplatz an. Jetzt hieß es Zelte aufbauen, was für viele eine große Herausforderung bedeutete. Während wir dann den Campingplatz erkundeten, fuhren Herr Eckert und Herr Loh los, um den nächsten Campingplatz ausfindig zu machen und sich über dessen Verhältnisse zu erkundigen!
Wir erwarteten die beiden mit großem Hunger und konnten dann um 19.00 Uhr endlich Spundekäs´ und Brezel essen! Dann fanden wir im Gebüsch ein Schlauchboot, bliesen es natürlich auf und machten uns einen Spaß daraus, mit diesem Boot ein wenig auf der Lahn herumzukurven. Als wir dann davon genug hatten, gingen wir wieder auf den Platz zurück und setzten und alle gemütlich ans Lagerfeuer.
Dort verbrachten wir unseren ersten Abend mit sehr viel Stimmung, Liedern, Gitarre und sehr "lustigen" Witzen. Nach einigen Stunden wurde die Gruppe am Feuer immer kleiner, und nach und nach machten sich alle im Bad fertig und verschwanden in ihren Zelten. Der erste Tag unserer Klassenfahrt war vorüber.

Theresa, Sinay, Ilonka, Miriam
 

 

Der Morgen begann um 7 Uhr. Noch todmüde und in Eiseskälte begaben wir uns zum Frühstück. Danach bauten wir unsere Zelte ab, packten unsere Sachen und machten die Kanus startklar. Noch nichts ahnend und gut gelaunt kamen unsere Nachzügler Aaron, Laura und Janine an. Nun konnten wir endlich zu unserem ersten Kanutag von Wetzlar nach Solms aufbrechen. Mit 10 Stromkilometern und 3 Schleusen/Pausen blieb dies unsere kürzeste Strecke, in der glücklicherweise niemand kenterte. Das letzte Stück war gespickt mit starken Stromschnellen und forderte noch einmal höchste Konzentration. Diese Herausforderung meisterten aber, trotz einiger Schwierigkeiten, alle Kanus. Doch für diese Leistung wurden wir nicht so recht belohnt; es folgten Zeltaufbau, Gepäck einräumen und Essen kochen. Einige genossen die letzen Sonnenstrahlen mit Faulenzen in der Sonne, andere wiederum nutzten dies zum gemeinsamen Indiacaspiel. Nachdem wir dem Holz so richtig eingeheizt hatten, lockte der Klang der Gitarre Aarons zum gemeinsamen Zusammensitzen am Feuer, das um 23.00Uhr durch einen lauten Schrei von Herrn Eckert beendet wurde.

Caroline, Julia, Laura und Nina
 

 

7.00 Uhr: Ein Frösteln liegt in der Luft. Ehrlich gesagt: Es ist "saukalt".
Der Reißverschluss am Zelteingang geht auf und eine vertraute Stimme ertönt, um uns aus dem Traumland zurückzuholen. Wir stapfen durch den dichten Nebel, kämpfen uns durch das Dickicht von Zeltschnüren, krabbeln hinauf zu den Toiletten, um uns fertig zu machen für eine sehr spritzige und trotzdem bestimmt witzige Kanufahrt.
Gefrühstückt, Zelte abgebaut, noch mal Pippi ins Töpfchen und los geht's:
Vor uns liegen nasse, abenteuerliche, anstrengende, spektakuläre, wacklige, gigantische 23,5 Stromkilometer. Endlich auf See. Die Sonnenstrahlen streicheln unsere Haut und umhüllen sie mit zarten Brauntönen. Getrieben von einer leichten Strömung paddeln wir an sämtlichen feuchtfröhlichen, putzigen Uferbewohnern vorbei: z.B. an quakenden Enten und einer gepanzerten Schildkröte.
Es herrscht Unruhe, es gibt Aufruhr. Ein blinder Passagier "Siegfried": die Maus. Behutsam und mit ganz viel Liebe und Gefühl wird Siegfried am Ufer sich selbst überlassen.
Nach 13 Stromkilometern werden wir quakend, fauchend und glubschäugig und gurgelnd auf einer "beschissenen" Insel empfangen. Man erwartet uns. Die Killergänse starren mit gierigen, nach Tötung verlangenden Augen auf unser Essen. Hektisch und nach Atem ringend entkamen wir dem lebensbedrohlichen Geflügel. Frisch gestärkt und erfreut über die gelungene Flucht paddeln wir auf dem letzten Stück Odersbach entgegen. Nach heiteren Wasserschlachten erreichen wir pitschnass doch mit Stolz erfüllt und strahlenden Augen unser Ziel.
Dann gibt's erst mal wieder Stress!! Bemerkung: "Wer austeilt, muss auch einstecken können!!"
Dann geht der "Schmodder" wieder von vorne los: Kanu säubern, Paddel drunter, Schwimmwesten drüber, Zelte aufgebaut, Handys aufgeladen und dann erst mal gechillt.
18.00 Uhr: Essen ist liebevoll von fleißigen Bienchen zubereitet. Verzehrt, getrunken, geduscht, Pippi ins Töpfchen und ab ins Zelt.
Gute Nacht!

Gregor, Aaron, Marc, Helena, Janine, Simone
 

 

Heute sind wir aufgestanden und ham gefrühstückt. (Brot bzw. Brötchen (dunkle und helle), Nutella, Butter bzw. Rama, Käse, Wurst, Milch, Kakao, Konserven-Cappuccino). Die Nutella führte zu fruchtbaren Unterhaltungen und Diskussionen über den richtigen Artikel beim Nomen (O-Ton.: Die Nutella, denn es heißt ja die Nuss-Nugat- Creme... - dagegen: Der Nutella, alles Gute ist männlich...)
Nach diesen intelligenten Gesprächen begannen wir zum dritten Mal die Zelte zusammenzupacken, was (fast) ohne Chaos gelandet. Die Kanufahrt begann mit dem fast üblichen Durcheinander, das mit einem schwimmwestenlosen Steuermann und einem verspäteten Hr. Eckert endete. Die Kanufahrt verlief ohne große Zwischenfälle. Sie war übrigens 22 Kilometer lang und die anstrengendste, da es kaum Strömung gab. Die Schleusen sorgten zwar für willkommene Pausen, zögerten aber alles nur noch hinaus. In einer Schleuse waren dann noch ein paar verrückte Schwimmer, die sich immer wieder hineinschmissen und die Schleuse nicht freigeben wollten. Nach langer, langer Zeit kam dann der Campingplatz in Sicht. Beim Anlandgehen auf dem Campingplatz in Runkel (-Rübe) gab's (mal wieder) Hektik und Chaos, was aber nicht weiter schlimm war, denn wir waren endlich angekommen.
Am Abend gab's Gemüse-(Fleisch)-Nudel-Pfanne und Wasser. So gegen 9 Uhr gab's dann wieder ein Lagerfeuer, leider zum letzten Mal. Mundharmonika, Weihnachtslieder, Lebkuchen, Brezeln, verrückte Feuermacher, Feuerspucker, Drachen, Holznachleger und Leute die gerne ins Feuer pusten. Nach ner Weile kam dann Hr. Eckert und meinte (brüllte), dass wir doch (gefälligst) das Feuer ausgehen lassen und kein Holz mehr nachlegen sollten.
So, dann gingen wir mehr oder weniger alle ins Bett und schliefen (evtl.). Hiermit übergebe ich an die Kollegen vom 9.9.04.

Micha
 

 

Das Frühstück: Es war wie immer. Nur schlimmer. Nachdem wir die Zelte abgebaut hatten, sind wir von Runkel nach Dietz Kanu gefahren und manche in die Brennnesseln.
Wir durchquerten die Limburger Automatikschleuse. Danach versuchten wir Herr Eckerts Boot zum Kentern zu bringen, was zwar nicht gelang, aber wir wurden alle sehr nass. Doch wir trockneten langsam wieder, nachdem wir angelegt hatten. Wir sonnten uns, spielten Karten und Indiaca (zick-Zacka).
Der Abend war kalt, der Spielplatz war toll, aber mit dem Platzwärter hatten wir leider Probleme. Es wurde kälter und wir zogen uns wärmer an. Der Küchendienst bereitete ein Essen vor. Herr Loh und Herr Eckert grillten Fleisch.
Nach dem Essen begaben wir uns auf den Spielplatz, was uns Herr Eckert wegen dem Platzwart ausdrücklich verboten hatte. Jedoch spielten wir dort trotzdem sehr lustig und vergnügt, bis eine ältere Dame aus dem Wohnwagen kam und uns sagte, dass wir nicht weiter Frisbee spielen sollen, damit nichts gegen ihre Wohnung fliegen könne. Der Tag neigte sich unter musikalischem Gitarrenspiel dem Ende zu.

Andreas
 

 

So gegen 7 Uhr hörten wir eine vertraute Stimme und dann den Reißverschluss unseres Zeltes. Das hieß: Aufstehen und raus in die Kälte des Campingplatzes Oranienstein in Diez. An diesem Morgen war es besonders kalt. Verschlafen, mit 5 Pullis, 2 Hosen und 3 Paar Socken übereinander, noch halb träumend, schlichen wir durch das nasse Gras zu den Waschräumen.
Dann gab es wieder wie jeden Morgen ein gemeinsames Frühstück mit Brötchen, Milch, Orangensaft, Cappuccino, Wurst, Käse, Marmelade und Nutella. Die morgendliche Diskussion, ob es Das oder Die Nutella heiße, flammte wieder auf, und es gab Besuch von zwei Schwänen und mehreren Enten.
Zähneputzen, Zeltabbauen, Kanus umdrehen und beladen und dann wieder ab auf die Lahn. Die letzte Strecke von Diez nach Laurenburg lag vor uns. Wir mussten drei Schleusen passieren, welche zum Glück nicht mehr mit Hand betrieben wurden. Zu Mittag machten wir eine etwas längere Pause an Land und später noch ein paar kleinere auf dem Wasser.
Nach der letzten Pause ergriff einige der Ehrgeiz, und sie paddelten wie die Wilden, um die Strecke schnell hinter sich zu bringen und zu den Ersten zu gehören, die an der Gaststätte ankamen. Aber es gab auch einige, die sich Zeit ließen! Helena, Simone, Gregor und Aaron machten noch eine Wasserschlacht, bis sie ihr Boot voll mit Wasser geschaufelt hatten. Die Boote von Andi und Christopher machten es sich gemütlich, indem sich die, die in der Mitte saßen am jeweils anderen Boot festhielten und die anderen paddeln ließen.
Gegen 15 Uhr hatten wir schon unser Ziel, die Gaststätte "Zum Lahntal" in Laurenburg erreicht. Bevor wir zum Essen gingen, wurden die Boote geputzt, die Trockensäcke ausgeladen, und wir zogen uns etwas Trockenes an. Danach verbrachten wir noch einige Zeit auf der Terrasse der Gaststätte.
So gegen halb fünf kamen dann die ersten Eltern, um uns abzuholen. Als alle Boote verstaut waren und geklärt war, wer mit wem heimfuhr, machten wir uns auf den Heimweg zurück nach Oppenheim.
Gegen 19 Uhr trafen sich alle wieder am Oppenheimer Hafen am Bootshaus, um die Boote zu verstauen und das Gepäck auszuladen.
Als alles erledigt war, fuhren alle nach Hause und freuten sich nach einer kalten und nassen, aber trotzdem schönen Klassenfahrt auf eine warme Dusche und ein eigenes und trockenes Bett.

Gianna, Sarah, Benjamin
Fotos: U. Eckert


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Letzte Änderung: Mittwoch, den 20. Juni 2007, 13:04 Uhr.