Kursfahrten
der 11. Jahrgangsstufe

 

Sirmione am Gardasee


Die Stammkurse von Frau Heilmann und Herrn Püschel machten sich am Morgen des 1. Junis 2002 von Oppenheim auf, unter kultureller Leitung von Herrn Müller den Gardasee zu erobern und eine Woche Spaß in dieser wunderschönen Landschaft zu erleben.
Bereits auf der Hinfahrt bekamen die Schüler und Schülerinnen der elften Jahrgangsstufe europäische Geschichte und Geographie dank der reichlichen Ausführungen von Herrn Müller sowie Frau Heilmann vermittelt. Als die 43 Personen am Abend gegen 19 Uhr im Hotel Holiday ankamen, beherrschten sie nicht nur einige Kenntnisse über Italien, sondern konnten auch die wichtigsten Sätze auf italienisch mehr oder weniger gut aussprechen. Somit war das "mille grazie" beim bald folgenden ersten Abendessen in einem klimatisierten Restaurant knapp zehn Minuten entfernt von der eigentlichen Residenz kein Problem. Der erste Höhepunkt für die meisten Schüler war die Erstürmung des Pools. Viele hatten sich schon bereits im Vorfeld auf das Schwimmen gefreut. Nachdem die Zimmerkontrolle um 23 Uhr von Herrn Müller und Herrn Püschel durchgeführt worden war, klang dieser erste Tag der Kursfahrt langsam aus.

Villa Rotunda

Am nächsten Tag besuchten die zwei Kurse den Gebäudekomplex von Gabriele D`Annunzio und wurden in dem dazu gehörigen Amphitheater über diese Person aufgeklärt. D`Annunzio war ein rechtsgerichteter, sehr kriegsbegeisterter Italiener, der im Gardasee ab und zu mit seinem Boot als Zeitvertreib Torpedos durch die Fluten schoss. Im Anschluss durften die Schüler erstmals "La Dolce Vita" erleben. Beim Bummeln auf der Strandpromenade in Salo gönnte man sich so manches Eis oder halt eine Portion Spaghetti.

Vincenza

Der anschließende Tag sollte der Tag der geschlossenen Türen werden. Von Herrn Müller wurden die Jugendlichen bereits auf der Busfahrt nach Vincenza auf den Architekten Andrea Palladio aufmerksam gemacht, dessen Werke sie an diesem Tag bewundern sollten. Jedoch stellte sich dies als nicht so leicht heraus. Nachdem die Gruppe an einer Reihe von Palazzi vorbeigeschlendert war, stand sie vor dem Teatro Olympico. Jedoch war dieses geschlossen, denn ausgerechnet montags war eben Ruhetag. Fast ungetrübter Dinge ging die Besichtigungstour in Vincenza weiter zur großen Basilika, die Andrea Palladio zu einem großartigen Gotteshaus umgestaltet hatte. Nach einem kurzen Vortrag von Herrn Müller bekamen die Schüler Zeit, den Eingang zur Kirche zu finden und eine kurze Mittagspause einzulegen. Mittagspause war jedoch ebenso in der Kirche, und die Schüler, die vergeblich nach einem Einlass suchten, standen nur vor geschlossenen Türen und konnten den Rest der Zeit in einer der kleinen Spaghetterias verbringen. Im Anschluss besuchten die Schüler die Villa Rotunda auf speziellen Wunsch Herrn Müllers, der ihnen dieses bedeutende Bauwerk näher bringen wollte. Leider konnte die Gruppe nur ein Blick durch das Gittertor erhaschen.
Der darauffolgende Tag sollte erfolgreicher werden. Von Herrn Müller wurde er mit als der "B-Tag" betituliert, weil die Eroberung der Städte Bergamo sowie Brescia auf dem Programm standen. Nachdem Schwierigkeiten mit der Parkplatzsuche in Brescia überwunden waren, ging es mit schnellen Schritten der Altstadt entgegen, auf einen wunderschönen geschlossenen Platz mit einem Springbrunnen in der Mitte. Zentriert auf diesem Platz befanden sich ein Renaissance-Kirche sowie ein Gotteshaus aus der romanischen Epoche, die es für die Schüler zu erkunden gab. Kaum hatte die Gruppe sich mit den kunstvollen Gebäuden Brescias vertraut gemacht, ging es weiter nach Bergamo. Dort fuhr man direkt vom Bus in der Bergbahn hinauf in die historische Altstadt, in der die Schüler Mittagspause sowie Stadterkundung machen durften. Die gewundenen Gassen mit den gut erhaltenen Gebäuden boten so manchen interessanten Blickwinkel. Nach einem solchen Tag voller Kulturprogramm, waren die Schüler froh, als sie ihre müden Knochen im Swimmingpool entspannen durften. Jedoch war dies nicht die einzige nasse Überraschung an diesem Tag. Während des Abendessen begann es fürchterlich zu schütten und auf dem ca. 10minütigen Weg zurück in das Hotel wurden einige Schüler nass, was aber wegen der sonst vorherrschenden Hitze nicht allzu schlimm war. Am nächsten Tag sollte es aber so weitergehen. Trotz hoher Regenwahrscheinlichkeit war am darauf folgenden Mittwoch eine Wanderung in das ca. 3,5 km entfernte Sirmione geplant. Der Aufbruch verzögerte sich ein wenig, da die Gruppe wartete, bis der Regen aufgehört hatte. Dort angekommen, wiesen Hr. Müller und Hr. Püschel auf die Sehenswürdigkeiten hin, die es für die Jugendlichen anschließend in kleineren Gruppen zu besichtigen galt. Und zwar waren diese das Scaligerkastell und die Grotte di Catullo. Mit der Besichtigung der Altstadt wurde der Morgen verbracht, nach Inaugenscheinnahme der Grotte und des Kastells in Sirmione, und zur Mittagszeit ging es wieder zurück ins Hotel. Auf dem Heimweg begann es etwa auf der Hälfte des Weges wieder zu regnen, und durchnässt kamen die Schüler wieder in den Vier- bis Fünf-Bett-Zimmern an. Danach bekamen die Elftklässler bis zum Abendessen Freizeit, um beispielsweise das WM-Spiel Deutschland gegen Irland anzuschauen oder im Pool schwimmen zu gehen. Trotz des verlorenen Spiels war es jedoch ein lustiger Abend.

Brescia       Salo

Für den nächsten Tag hatten die Lehrer wieder ein volles Programm zusammengestellt. Kurz nach dem Frühstück machten sich die beiden Kurse auf, die Partnerstadt Oppenheims Sant'Ambrogio kennen zu lernen. Nach knapp einstündiger Fahrt standen die Schülerinnen und Schüler am Rathaus der Partnergemeinde, und die Lehrer richteten stellvertretend herzliche Grüße aus der Heimat aus. Danach besichtigten die Kursfahrtler eine der ältesten romanischen Kirchen Italiens, in der viele VIPs ihre Hochzeiten feierten. Während es wieder zu regnen begann, durften die Schüler in einem der zahlreichen Weingüter am Gardasee eine Weinprobe machen. Der lukullischen Genüsse war aber noch nicht genug für diesen Tag, denn es wartete noch der Besuch des Olivenölmuseums, in dem die Schüler den Prozess der Ölgewinnung erfahren durften. Am Abend hieß es dann für alle 43 Personen wieder packen, da es am nächsten Tag in der Frühe wieder heimwärts gehen sollte. Als der Bus am Abend gegen 19 Uhr wieder im heimatlichen Oppenheim eintraf, hatten alle nicht nur Wein- und Olivenöl-Präsente für die Lieben daheim im Gepäck, sondern waren auch voll von neuen Erfahrungen und einem ausgeprägten Wissen über die Besonder- und Schönheiten des Gardasees.


Pia Schellhammer, 11d


Peschiera del Garda - 03.06.2002 bis 08.06.2002 - Kurs 11e & 11f


Nachdem sich alle 23 Schüler der Kurse 11e und 11f und die Betreuungslehrer Herr Klöckner, Herr Rentzsch und Frau Klöckner am Montag, dem 03.06.2002, kurz vor sechs Uhr am Gymnasium zu St.Katharinen versammelt hatten, ging die monatelang geplante Studienfahrt nach Peschiera del Garda, dem Abfluss des Gardasees, los. Nach einer knapp zehnstündigen Busfahrt mit einer ausreichenden Anzahl an Pausen erreichten wir den Zielort und die Anlage mit den gemieteten Apartments gegen 16 Uhr. Man vereinbarte eine Uhrzeit für die gemeinsame Besichtigung der Stadt, bevor die Schüler die Zimmer beziehen konnten. Als sich dann allerdings das Wetter zu unserem Nachteil veränderte und es stark anfing zu regnen, wurde dafür gestimmt, den Abend auf den Zimmern zu verbringen und den geplanten Ausflug am kommenden Tag nachzuholen. Während einige die Zeit nutzten, um in den Apartments zu essen oder im Supermarkt einzukaufen, gingen andere in Restaurants oder erkundeten später die Stadt auf eigene Faust. Nachdem wir dann noch am späteren Abend von einem der Betreuungslehrer erfahren hatten, wo wir uns wann am nächsten morgen treffen würden, ging ein Großteil zu Bett oder unterhielt sich noch.
Am nächsten Morgen versammelte sich die Gruppe um neun Uhr, um den beschlossenen Tagesausflug nach Sirmione zu beginnen. Nach einem kurzen Fußmarsch zu einer Bootsanlegestelle und einer knapp 30minütigen Schiffsfahrt, erreichten wir die Anlegestelle in Sirmione. Der von Herrn Klöckner geplante Stadtrundgang führte uns zunächst zur mittelalterlichen Scaligerburg. Bevor wir gemeinsam die Burg besichtigten, hielten die ersten Schüler ihr Referat über Sirmione und seine Bauten. Ein anschließender Fußmarsch führte uns zu den Grotten des Catull ("Grotte di Catullo"), an dem der zweite Teil des Referats vorgetragen wurde, und wir erfuhren, dass es keine Grotten im eigentlichen Sinne sind, sondern Ruinen einer großen römischen Villenanlage aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Die nach der Erkundung der Grotten gewährte Freizeit nutzen die meisten, um sich noch einmal in der Stadt umzusehen, wobei einige zufälligerweise auf Lothar Matthäus trafen. Als die freie Zeit von knapp zwei Stunden sich dem Ende zu neigte, begab man sich zu dem vorher vereinbarten Treffpunkt, um mit dem Bus zu einem Supermarkt und danach zurück zur Apartmentanlage zu fahren. Während dem kurzen Stop am Einkaufscenter begegneten wir den beiden anderen Parallelkursen, die ihre Studienfahrt ebenfalls zum Gardasee gebracht hatte. Zurück in der Anlage blieb uns ein wenig Zeit, um die Einkäufe zu verstauen, bevor wir den auf heute verlegten Stadtrundgang durch Peschiera del Garda angehen konnten. Auch hier wurde wieder ein Referat von einer kleinen Schülergruppe über die Stadt gehalten, bevor wir erfuhren, wie der nächste Tag ablaufen würde.
Am Mittwoch lautete unser Tagesziel Venedig. Dazu musste sich die Gruppe besonders früh treffen, damit nach einer zweistündigen Busfahrt noch genügend Zeit in Venedig zur Verfügung blieb. An der Bootsanlegestelle stiegen wir dann in ein Schiff ein, das uns direkt durch Venedig auf dem "Canale Grande" zum ersten Haltepunkt an der Rialto-Brücke führte. Die "Ponte di Rialto" wurde ursprünglich als hölzerne Brücke über den Canale Grande gebaut und 1588-1592 aus Stein mit zwei Ladenreihen erweitert.
Nach einem kurzen Aufenthalt ging die Schiffsfahrt weiter zum ca. 176m langen Marcus-Platz ("Piazza San Marco"). Dort angekommen konnten wir uns drei Stunden frei in einzelnen Gruppen selbst umschauen, bevor wir uns wieder gemeinsam am Markusplatz trafen. Während sich eine größere Gruppe dazu entschloss, quer durch Venedig zurück zur Rialto-Brücke zu gehen, um dort das WM-Fußballspiel Deutschland gegen Irland zu schauen, setzten sich andere kleinere Gruppen in Restaurants oder gingen shoppen. Als wir uns dann schließlich um 15 Uhr 30 am Markusplatz trafen, besichtigten wir zusammen die Seufzerbrücke, die 1603 vollendet wurde und als Gefängnisbrücke diente, sowie die fünfkuppelige Markuskirche ("Basilika San Marco"), deren Oberwände und Kuppeln im Inneren vollständig mit goldgrundigen Mosaiken des 12. bis 14. Jahrhundert ausgeschmückt sind, und den alles überragenden Uhrturm ("Campanile"). Nach ausreichender Besichtigung stiegen wir danach wieder in eines der Boote ein, das uns zurück zu unserem Bus brachte. Nach einer zweistündigen Busfahrt kamen wir dann erschöpft in unserer Anlage an und verbrachten nach kurzer Absprache mit den Betreuungslehrern bezüglich dem nächsten Tag den restlichen Abend auf unseren Zimmern.
Am nächsten Tag, Donnerstag, stand uns eine Fahrt zum Norden des Gardasees bevor. Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir in Arco an. In dieser etwas kleineren Stadt, nördlich des Gardasees gelegen, besuchten wir eine Burg die auf einem Berg gelegen war. Dort hielten wir uns allerdings nur kurze Zeit auf, da es in dieser Burg außer einem Mosaikraum nur sehr wenig zu sehen gab. Nach einem beschwerlichen Abstieg setzten sich die meisten und aßen ein Eis. Nach dieser kleinen Stärkung ging es weiter nach Riva, einer kleinen, im Norden des Gardasees gelegenen Stadt. In diesem Ort bekamen wir ein bisschen Freizeit, die die meisten dazu nutzten, um etwas essen zu gehen. Etwa eine Stunde später fuhren wir mit einer Fähre über Torbole und Limone weiter nach Malcesine. Dort besuchten wir ein kleines Museum, das in eine alte Scaligerburg integriert war. Dieses Museum berichtete über den Gardasee selbst, über die Wetterverhältnisse, die Flora und Fauna, aber auch über Kriege, die dort geführt wurden, und über die Anstrengungen, die in der Vergangenheit unternommen worden waren, um über den Gardasee zu herrschen. Nach diesem Einblick in die Geschichte des Gardasees hatten wir ein bisschen Freizeit, um uns in einem Supermarkt für abends einzudecken. Danach holte uns der Bus in Malcesine ab, und wir traten den Heimweg nach Peschiera del Garda an. Während die meisten den Abend, wie die Abende zuvor, auf dem Zimmer verbrachten, entfernten sich einige von der Anlage und gingen zu dem nahegelegenen Strand, um dort in den Geburtstag eines Schülers reinfeiern zu können.
Am folgenden Freitag war eine Tour nach Verona geplant. Nachdem wir uns morgens am Bus getroffen hatten, um den Tagesausflug zu beginnen, hielt die nächste Kleingruppe ihr Referat über Verona im Laufe der Busfahrt. In Verona angekommen wurden die Kurse von der Kleingruppe geführt, da diese in ihren Vortrag noch eine kleine, aber tagesfüllende Stadtführung integriert hatten. Zuerst besichtigten wir in der "Via Capello" den Palazzo Capuleti mit der Hausnummer 23, welcher die Bronzestatue der Julia in seinem kleinen Hinterhof und den legendären Balkon zeigt, von dem in Shakespeares Stück "Romeo & Julia" die Rede ist. Danach gingen wir über Marktplatz Piazza del Erbe und den Regierungsplatz Piazza dei Signori, an dem sich die kleine romanische Kirche "Santa Maria Antica" anschließt. Dort sind die bedeutenden Scaligerherrscher beerdigt. Nach einem kurzen Aufenthalt gingen wir dann weiter zur "Castel Vecchio", dem ehemaligen Wohnsitz eines Scaligerherrschers, und der sich anschließenden "Ponte Scaligero", einer Brücke über die Etsch, die dem damaligen Herrscher als Fluchtweg dienen sollte. Bevor wir auch wieder in dieser Stadt ein wenig Freizeit bekamen, war unsere letztes Ziel das im 1. Jahrhundert erbaute römische Amphitheater ("Arena"). Nach diesem Besuch löste sich die Gruppe auf, damit jeder die Stadt selbst erkunden konnte. Während die meisten einmal durch die naheliegende berühmte Einkaufsstraße "Via Mazzini" gingen und sich danach in ein Restaurant vor der Arena setzten, um auch hier wieder das WM-Fußballspiel England gegen Argentinien zu verfolgen, versammelten wir uns später wieder, um gemeinsam zurück in die Anlage zu fahren. Da dies unser letzter gemeinsamer Abend sein sollte, hatte man am Tag vorher beschlossen, in der Pizzeria der Anlage zusammen zu Abend zu essen. Abends hielt man sich dann wieder auf den Zimmer auf, bevor es am nächsten Tag wieder nach Hause ging.
Am letzten Tag unserer Kursfahrt packten wir nach dem Aufstehen unsere Sachen zusammen, luden nach einer groben Zimmerreinigung unser Gepäck in den Bus ein und traten dann die 10-stündige Heimreise an.

Lars Michel und Arnfried Weber, 11e



Sorrent

Am 2. Juni war's endlich soweit: Unser Bus rollte mit einiger Verspätung in Oppenheim los und unsere Busfahrer Johann und Dieter verbrachten die nächsten 18 Stunden mit uns. "Uns", das sind der Deutsch-Stammkurs 11b, der Französisch-Stammkurs 11c, Herr und Frau Grosz und Herr Vaupel. Herr Vaupel hatte sich sofort dazu bereit erklärt, den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Stammkursleiter, Herrn Knollmann, zu vertreten.
Als wir unser Ziel, die Anlage Villagio Verde in Sorrent, in der Nähe von Neapel, erreichten, begrüßten uns zuerst die kräftigen Sonnenstrahlen und hoben die Stimmung nach der langen Fahrt. Wir bezogen schnell unsere Betten in den Bungalows, packten die Koffer aus und machten uns sofort auf den Weg zum Pool der Anlage. Jetzt war nämlich eine Abkühlung dringend notwendig.
Nach dem reichhaltigen Abendessen stand der Ortserkundung Sorrents nichts mehr im Wege. Dort schlenderten wir durch die engen Gassen und nahmen die italienischen Kleinläden genaustens unter die Lupe. Unsere Betreuungscrew, die Lehrer, führten uns schließlich zum Hafen, wo wir einen leuchtenden Ausblick auf das Meer und den Vesuv genießen konnten.
Der nächste Tag verschlug uns zur Insel Capri, die wir mit der Fähre von Sorrent aus erreichten. Nach langem, schweißtreibenden Treppenlaufen standen wir endlich auf der sogenannten "Villa Joves", auf der auch schon Kaiser Tiberius lebte. Von dort aus hatten wir einen einmaligen Blick auf die weißen, in die Berge eingebauten Häuser. Nachdem wir das glitzernd funkelnde Wasser rund um die Blaue Grotte bestaunt hatten, freuten wir uns nach dem langen Fußmarsch auf eine wohlverdiente Badepause am Strand. Lange mussten wir suchen, um schließlich ein geeignetes Plätzchen zu finden, das unsere Erwartungen letztendlich wegen der großen, spitzen Steine und des verschmutzten Wassers nicht wirklich erfüllte.

Capri

Mit der Fähre machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, und der Abend stand uns zur freien Verfügung. Viele von uns ließen den Tag auf ihrer Veranda und in den Hängematten der Bungalows ausklingen.
Morgens waren wir allerdings wieder um halb acht fit, um den Ausflug nach Pompeji zu starten. Dort zogen wir in kleinen Gruppen los, um die ehemals vom Vesuv verschüttete Stadt für uns zu entdecken. Den spektakulärsten Eindruck hinterließ das Amphitheater, in dem Herr Grosz und Herr Vaupel mit uns die einzigartige Akkustik testeten und uns über die Löwen- und Gladiatorenkämpfe in der damaligen Zeit informierten. Das Laufen durch die alten Straßen versetzte uns alle in eine völlig andere Zeit, was den Ausflug im Nachhinein so besonders machte.

Pompeij

Danach fuhren wir sofort nach Hause und stürmten eilig vor unsere Fernseher, um das WM-Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Irland live mitzuerleben. Dass der Spielkommentar auf italienisch war, interessierte die meisten genauso wenig wie die Kommentare des Hausherrn, der die absurdesten Poolregeln für uns aufgestellt hatte und deshalb von uns auch liebevoll "Poolsheriff" genannt wurde. Da dieser ebenfalls nicht sehr erfreut über die abendlichen minimalen Ruhestörungen unsererseits war, entschlossen wir uns, unsern Freund, den "Poolsheriff" nicht mehr zu verärgern und inspizierten daher das erste Mal abends die Stadt etwas genauer.

Paestum

Als die Sonne wieder aufging , waren wir bereit, die Busfahrt nach Paestum und den Engelsgrotten auf uns zu nehmen. Die Führung wendete sich zum perfekten Ausflugseinstieg. Der deutschsprachige Grottenführer tauchte mit uns in die Tiefen des gigantischen Untergrunds und klärte uns über die Entstehung und Äußerlichkeiten dieses Werks auf. In Paestum warteten auf uns anschließend alte Tempel, doch die Hitze bremste unseren Enthusiasmus ein wenig. Im dazugehörigen Museum verschafften wir uns einen ausführlichen Überblick über die antiken Ausgrabungen.
Nachdem aufschlussreichen Kulturprogramm, sehnten wir uns wieder nach einer Abkühlung und tatsächlich - es gelang uns, einen Sandstrand ausfindig zu machen, wo sich die meisten von uns sofort in die kalten Fluten stürzten.
Was wir mit dem Rest des Tages anstellen würden, lag wieder in unseren Händen, doch zuerst durften wir uns wie auch schon an den Tagen zuvor Referate anhören, die unmittelbar auf unser Programm abgestimmt waren.
Am vorletzten Tag ging's mit dem Boot zu dem traumhaften Positano. Hier erlebten wir die wunderschöne Stadt und ....die beste Pizza der Kursfahrt. Anschließend in Amalfi angekommen, stiegen wir direkt in unseren Bus ein, was uns leider eine Erkundung der Umgebung nicht ermöglichte. Als wir wieder bei den Bungalows ankamen, sputeten wir uns zum Supermarkt, um uns für die Rückfahrt gut einzudecken und natürlich entspannten wir uns nochmals am Pool, selbstverständlich unter Aufsicht des "Poolsheriffs".
Auch wenn wir Villagio Verde morgens verlassen mussten, hieß es noch lange nicht "Tschüss, Italien!". Denn das Highlight der Kursfahrt stand uns ja am letzten Tag erst noch bevor: Rom. Einen ganzen Tag lang ließ uns unsere Betreuungscrew in kleinen Gruppen durch die unglaubliche interessante, antike Stadt laufen, wo wir einzigartige Sehenswürdigkeiten wie die Spanische Treppe oder das Pantheon besichtigen konnten. Der Vatikan blieb für einige von uns leider verschlossen, da er entweder nicht mehr geöffnet war oder man zu kurze Hosen trug. Nachdem wir uns abends am Kolosseum wieder getroffen hatten, richteten wir uns auf die lange Heimfahrt ein. Unsere Chauffeure Johann und Dieter belustigten uns mit ihrer oscarreifen Filmauswahl und nach 15 Stunden kamen wir wieder heil in Oppenheim an.

Simone Klein und Eva Hornig, 11c

 



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