Austausch Krakau, September 2004



Endlich war es so weit!
Nachdem die 24 polnischen Schüler im Mai bei uns in Deutschland zu Besuch gewesen waren, ging es nun am Abend des 8.9.2004 nach Krakau. Um 19.00 Uhr trafen wir uns mit Frau Jäger und Herrn Kottsieper am Mainzer Hauptbahnhof, fuhren mit einem EC bis Dortmund, um dort in einen Zug mit Liegewagen umzusteigen.
Nach einigen Stunden Schlaf und nächtlicher Passkontrolle am Grenzübergang erreichten wir gegen 5.50 Uhr Posen, wo wir wegen nicht existierender Polnischkenntnisse unseren Anschlusszug verpassten.
Mit zweistündiger Verspätung kamen wir dann mittags in Krakau an. Dort wurden wir von unseren Austauschpartnern und ihren Eltern herzlich empfangen und verbrachten den restlichen Nachmittag in den Familien.

Abends gingen wir alle in ein Pub in der Innenstadt, das wir jedoch relativ früh wieder verließen, da wir von der langen Reise sehr müde waren.
Freitags machten wir deutschen Schüler eine Stadtralley und -führung, bevor wir mittags unsere polnischen Partner trafen, die gerade vom Unterricht kamen.



Das Wochenende konnte individuell gestaltet werden. Wir waren jedoch fast immer mit der gesamten Gruppe unterwegs, unsere Partner hatten die Unternehmungen schon vorher gut geplant. So besichtigten wir eine bis zu 135m unter der Erde liegende Salzmine (mit dreistündiger Führung!), besuchten den Krakauer Zoo, gingen in einem großen Freizeitbad schwimmen und grillten an einem nahe gelegenen See.



Montags fuhren wir dann alle zusammen inklusive Lehrer für zwei Tage in eine Jugendherberge in den Bergen. Die Busfahrt nutzten viele von uns Deutschen als willkommene Gelegenheit, uns einmal richtig auszuruhen, wozu es in den vergangenen Tagen nur selten gereicht hatte.
In der Jugendherberge angekommen, begann nach Zimmereinteilung, Freizeit und Mittagessen nachmittags die Projektarbeit. Abends grillten wir, sangen polnische Lieder, die wir zuvor geübt hatten, und feierten noch ein bisschen zusammen, und sogar die Lehrer ließen sich zum Tanzen motivieren.



Am nächsten Tag unternahmen wir dann mehr oder weniger fit eine abenteuerliche Wander- und Klettertour in den Bergen, bei der man schon so einiges an Mut und Kondition gebrauchen konnte.

Danach besuchten wir noch das kleine, aber sehr bekannte Städtchen "Zakopane", bevor wir um 16.00 Uhr wieder zurück nach Krakau fuhren.
Mittwochs war für die deutsche Austauschgruppe ein Besuch im Konzentrationslager in Auschwitz geplant. Nach anderthalb Stunden Fahrt besichtigten wir erst das Gelände des früheren Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau und dann das direkt in Auschwitz errichtete Museum.
Während unseres gesamten Aufenthalts in Polen war dies, zwischen sonst strahlendem Sonnenschein, der einzige Tag, an dem es in Strömen regnete, was die Wirkung der Besichtigung enorm verstärkte.
Den Abend verbrachten dann wieder alle zusammen in einem Pub.
Am Donnerstag, unserem letzten vollständigen Tag in Krakau, gingen wir morgens mit unseren Austauschpartnern in die erste Unterrichtsstunde und besichtigten danach noch einen Stadtteil von Krakau. Mittags waren die meisten in der Innenstadt und in einem großen Einkaufszentrum shoppen, wo wir später zum Abschluss auch noch Billard spielten.
Am nächsten Morgen hieß es dann endgültig Abschied nehmen, aber viele von uns erhielten eine Einladung zu einem erneuten Besuch in Krakau. Am Bahnhof wurde noch mal jeder von jedem gedrückt, bevor dann um Viertel nach sechs unser Zug abfuhr.
Abends um 21.15 Uhr pünktlich kamen wir nach 15 anstrengenden Stunden Fahrt vollzählig in Mainz an, voller neuer Eindrücke, aber auch ein wenig müde und froh, dass unsere Eltern auf uns warteten.
Insgesamt war dieser Austausch eine tolles Erlebnis, bei dem wir viele neue Erfahrungen gemacht haben; es ist unbedingt weiterzuempfehlen.

Carolin Müller, MSS 11


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