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Schülerinnen des Oppenheimer Gymnasiums waren bei Regionalwettbewerb erfolgreich.

"Im Rheinwasser will ich ja nicht einmal schwimmen - warum soll ich es dann trinken?". Diese Frage dachte sich Sabrina Rigo, bewegt sicher nicht nur sie selbst, sondern etliche Menschen mehr entlang des großen Stroms. So war der Weg nicht weit zum Thema ihrer Facharbeit, mit der die heute 19jährige prompt den zweiten Platz beim Regionalwettbewerb"Jugend forscht" in Mainz belegte.


"Probleme der Wassergewinnung im Wasserwerk Guntersblum - Uferfiltrat eine Lösung?" hieß ihre 18 Seiten starke Ausarbeitung, die sie in der zwölften Jahrgangsstufe des Oppenheimer Katharinengymnasiums verfaßte. Und diese gefiel den Juroren so gut, dass sie Sabrina Rigo zusätzlich den Sonderpreis Umwelttechnik und den nur einmal unter allen Teilnehmern vergebenen Preis des Landrats zuerkannten. Flankiert wird der Erfolg der jungen Guntersblumerin von Saskia Heeps, die den dritten Platz errang bei "Jugend forscht". Die Mainzer Weltfirma Schott war Partner in dem interlektuellen Wettstreit, in dessen Mittelpunkt das Thema Geo- und Raumwissenschaften stand. Mit der "Neuen Form des Einkaufens" beschäftigte sie sich in ihrer Facharbeit, angeregt durch die Thematik Stadtentwicklung und Raumplanung innerhalb des Geographie-Unterrichts. Die Edelpassage Malakoff-Park, noch jung in der Landeshauptstadt,war Gegenstand ihrer Betrachtung. "Wird der Einkaufspark überhaupt in der Bevölkerung angenommen?", fragte sich die 19jährige Harxheimerin, erarbeitete einen detaillierten Fragebogen und interviewte 223 Frauen und Männer aller Altersstufen. Groß ist die Akzeptanz - zumindest was den Konsum in dem 260 - Millionen - Projekt betrifft - nicht, hat Saskia festgestellt:"Zu teuer, zu exklusiv, zu weit weg vom Zentrum" seien oft gehörte Argumente. "Wichtig ist ja, dass die Schüler lernen, sich über längere Zeit mit einem Thema zu beschäftigen, selbständig und wissenschaftlich korrekt zu arbeiten - richtiges Zitieren, Recherche, klare Gliederung pflegen", erläutert Geographie-Lehrer Heinrich Reif. Er ist stolz, wenn Schülerinnen und Schüler so viel Energie in ihre - freiwillige - Facharbeit stecken, dass diese anschließend noch "höhere Weihen" erfährt. So wälzte denn auch Sabrina Bücher und Zeitungen, machte sich über die Geschichte der Trinkwassergewinnung un hiesigen Gefilden schlau. Die Wasserversorgung Rheinhessen (WVR) versorgte sie mit wissenschaftlichem Material auch über die junge Methode des Uferfiltrats, beim Landesamt für Wasserwirtschaft holte sie sich weitere Details. Am Computer selbst erstellte Grafiken runden die sauber gebundene Arbeit ab. Die stolzen Verfasser präsentierten ihre erfolgreichen Untersuchungen zum Abschluss im Naturhistorischen Museum in Mainz, erläuterten ihre Arbeiten, diskutierten mit Gästen. Vor der Entscheidung hatten drei Juroren die jungen Leute jeweils 20 Minutenlang befragt. "Auch ein wichtiger Aspekt - über das wissenschaftliche Arbeiten an die Öffentlichkeit gehen", ergänzte Lehrer Reif dazu. Ihre wissenschaftliche Karriere werden die beiden jungen Frauen nun jedoch erst einmal auf Eis legen. Nach dem Abi geht es zunächst in die freie Wirtschaft - einen Ausbildungsplatz als Industriekauffrau in je einem Großunternehmen hat jede von ihnen bereits sicher in der Tasche. Wobei aber ein berufsbegleitendes Studium nicht ausgeschlossen wird..

Quelle : AZ "Landskrone" vom

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