Orchesteraustausch 2005


 

Pünktlich um sechs Uhr abends hielt dieses Jahr am Montag, dem 11. April, der Reisebus mit unseren französischen Gästen vor dem Schultor. Ein Teil der Schüler aus Versailles war bereits in Kirchheim­bolanden ausgestiegen und in Familien des dritten Partnerorchesters untergebracht. Zu Hause bezogen sie ihr Zimmer und verschafften sich einen - hoffentlich guten - ersten Eindruck der deutschen Küche.
Auf die von der langen Fahrt gut erholten Gäste wartete schon am nächsten Morgen die erste gemeinsame Orchesterprobe. Der Bus brachte hierfür Oppenheimer und hier untergebrachte französische Schüler nach Kirchheimbolanden.
Da die Stücke mit den verschiedenen Orchesterleitern auch verschieden einstudiert worden waren, galt es nun zu beweisen, wie flexibel wir waren. Spätestens nach dem Konzert in KiBo am Mittwochabend wussten wir jedoch, dass die Arbeit sich gelohnt hatte.
Natürlich waren die Versailler Schüler nicht nur für die Musik nach Deutschland gekommen. Sie besuchten die Städte Speyer, Mainz und - anders als in den vergangenen Jahren - diesmal Worms statt Oppenheim. Auf den Ausflügen, für welche die Franzosen anscheinend hellauf zu begeistern waren, blieb auch genügend Zeit, sich mit Brezeln einzudecken, die es zum Leidwesen unserer "Frenchies" bei ihnen zu Hause ja nicht gibt.
Den Oppenheimer Höhepunkt der Woche bildete das Frühlingskonzert am Freitagabend.

Eröffnet wurde es von der Orchestergemeinschaft mit "Pomp And Circumstance", dirigiert von Frau Hartrath-Orth. Danach begeisterten die Mme Syrieyx' Deutschschüler aus Versailles das Publikum mit einer wunderbaren Fassung des deutschen Liedes "Wenn ich ein Vöglein wär" als gemeinsamem Gastgeschenk, das sie sich selbst ausgesucht und einstudiert hatten. Sogar am Klavier begleiteten zwei französische Schülerinnen. Auf eine dreistimmige Sonate für zwei Blockflöten und Cello, die ebenfalls von drei Französinnen interpretiert wurde, folgte Justus Krämer aus der Klasse 7b mit der Violine. Er erntete mit seinem Allegro aus dem Konzert in G-Dur von Vivaldi überwältigenden Applaus; begleitet wurde er von Herrn Klein am Klavier.
Auch der Popchor unter der Leitung von Frau Gölz traf mit "Lollipop" den Geschmack der Zuhörer. Dass Florian Mehlis, 8c, die Überraschung des Abends war, darüber waren sich wohl alle einig: Mit seiner phantastischen Schlagzeugimprovisation gewann er das Publikum für sich, und ob nun am Ende die Jubelrufe oder der laute Applaus überwogen, weiß keiner mehr genau. Die Juniorsingers brachten "Hey Baby" und "Heaven Is A Wonderful Place" wie schon der Popchor unter der Leitung von Frau Gölz sehr überzeugend und mitfühlend dar.

Das Hauptstück der Orchester, die Peer Gynt-Suite, sollte den Höhepunkt des Abends bilden. Der Begeisterung des Publikums nach zu urteilen, ist dies auch mehr als gelungen. Dirigiert haben vier Stücke daraus M. Marzelle und M. Junivart.
Abgerundet wurde der Abend mit einer Triosonate dreier Französinnen an den Instrumenten Violine und Cello, und den Abschluss bildete unter der Leitung von Herrn Hartrath ein "Potpourri bekannter Operetten­melodien" von Paul Linke der drei Partnerorchester des Collège Philippe-Rameau, dem Gymnasium zu St. Katharinen und dem Nordpfalz-Gymnasium.
Den Samstag verbrachten die Gastschüler ausschließlich in den Familien und konnten so ihr Bild Deutschlands vervollständigen.
Ich denke, auch von Seiten der deutschen Schüler sagen zu können, dass die Woche unser Französisch verbessert, vor allem aber viel Spaß bereitet hat, und möchte mich zum Schluss noch einmal ganz herzlich bei Frau Hartrath-Orth bedanken, ohne die es hier überhaupt kein Sinfonieorchester gäbe und die über das ganze Jahr verteilt so viel Freizeit für uns opfert.

Helena Maria Bock, 9a
 


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Letzte Änderung: Donnerstag, den 13. Mai 2005.