Der Elternbrief - Februar 2007


Sehr geehrte Eltern,

nachfolgend geben wir Ihnen einen Elternbrief zur Kenntnis, der in diesen Tagen von der Suchtberatungs- und Suchtpräventionsstelle des Diakonischen Werkes an alle Schulen der Region zur Sensibilisierung der Schüler und Elternschaft herausgegeben wurde.

Wir als gesamte Schulgemeinschaft stehen hinter dem Anliegen, unsere Schüler, die Kinder einer Region, die als Hochburg an den tollen Tagen eine Vielzahl an Verlockungen im Kreis Gleichaltriger bietet, vor exzessivem Umgang mit Suchtmitteln zu schützen.

Sehen auch Sie als Eltern, Freunde oder Nachbarn nicht weg, wenn Jugendliche allzu leichtsinnig agieren, sprechen Sie mit ihren Kindern und vor allem - seien Sie Vorbild!


Mit freundlichen Grüßen,

W. Schulz, OStD



An den Schulleiter des Gymnasiums zu St. Katharinen
Oppenheim, den 12.02.2007


Sehr geehrte Eltern,

gerade in der Zeit kurz vor Fastnacht und natürlich an den tollen Tagen selbst ist der übermäßige Konsum von Alkohol bei Jugendlichen ein brandaktuelles Thema in der Öffentlichkeit.

Auch an uns als Suchtberatungs- und Suchtpräventionsstelle wird diese Thematik immer wieder herangetragen. In diesem Zusammenhang stehen wir nicht nur einzelnen Veranstaltern von Fastnachtsveranstaltungen und -umzügen beratend zur Verfügung, sondern versuchen, eine große Anzahl von Menschen für das Thema zu sensibilisieren und dafür zu gewinnen, die Problematik anzugehen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

So entstand neben einer Vielzahl von anderen Maßnahmen (Zeitungsartikel, Plakataktionen bei den Veranstaltungen etc.) auch die Idee, sich in einem Elternbrief an Sie zu wenden, um gemeinsam mit Ihnen die Situation zu verbessern.

Dabei geht es mir nicht um ein generelles Alkoholverbot an den Fastnachtstagen, sondern vielmehr darum, dass von allen Beteiligten - sei es von den Veranstaltern, den aktiven Narren, den Besuchern oder auch von Ihnen als Eltern - im Sinne des Jugendschutzes gehandelt wird.
Dazu zählt:

Keine Abgabe und kein Verzehr in der Öffentlichkeit (Gaststätten, Veranstaltungshallen, bei Umzügen usw.) von "harten" Alkoholika (Schnaps, Alkopops, Cocktails etc.) für Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren.

Keine Abgabe und kein Verzehr in der Öffentlichkeit von "weichen" alkoholischen Getränken wie Bier, Wein und Sekt für Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren.

Lediglich in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person wie etwa Ihnen als Eltern ist der Verkauf und Verzehr von "weichen" Alkoholika für unter Sechzehnjährige erlaubt.

Gerade in diesem Falle kommt es besonders auf Sie an, auf Ihre Kinder einzuwirken. Weiterhin ist es mein Anliegen zu verhindern, dass Jugendliche, teilweise auch schon Kinder (Zwölf- oder Dreizehnjährige), zu sogenannten "Komasäufern" werden, die dann von Rettungskräften ärztlich betreut werden müssen oder aufgrund von aggressivem Verhalten (Sachbeschädigung, Schlägereien) auffällig werden.

Deshalb bitte ich Sie, in erster Linie als Eltern, aber auch als Besucher von Veranstaltungen und in den verschiedenen Funktionen als aktive Narren, seien Sie sensibel für dieses Thema. Achten Sie auf den Jugendschutz, sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Problematik und weisen Sie diese auf die Gefahren des Alkoholkonsums hin. Wir würden es begrüßen, wenn Sie uns im Rahmen Ihrer Möglichkeiten in diesem Bestreben unterstützen würden.



Mit freundlichen Grüßen,

Peter Reuter


Diplom-Sozialpädagoge (FH)
Suchtberatungs- und Suchtpräventionsstelle
Diakonisches Werk Mainz-Bingen
Postplatz 1
55276 Oppenheim
Tel.: 06133 / 579115


Bei Fragen oder Problemen schreiben Sie bitte an:
schule@gym-oppenheim.de


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Letzte Änderung: Samstag, den 03. November 2007, 21:14 Uhr.