Der Elternbrief - Juni 2006


Inhalt



 
Sehr geehrte Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,

dieser Elternbrief dokumentiert wieder einmal die vielen Aktivitäten des laufenden Schuljahres. Projektunterricht in der 12. und 13. Jahrgangsstufe, Ski-Schullandheimaufenthalte, Klassen- und Kursfahrten der 12. Jahrgangsstufe, Wandertage und Exkursionen, Chor- und Orchesterfreizeiten sowie Sportfeste und die Projektwoche am Ende des Schuljahres sind Belege dafür; aber auch dafür, dass regulärer Unterricht ausfällt. Ich bitte an dieser Stelle um Verständnis, denn Schule ist eben mehr als nur Unterricht und diese außerunterrichtlichen Aktivitäten tragen wesentlich zur Gemeinschaftsbildung und damit auch zur Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen bei.
In puncto Erziehung haben wir in allen 5. Klassen das Erziehungsprogramm MUT (Miteinander umgehen trainieren) eingerichtet. Zwei Kollegen führen gleichzeitig in einer Stunde pro Woche die Übungen durch. Wir erhoffen uns für die Zukunft, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden.
In diesem Zusammenhang darf ich Sie bitten, uns bei unseren Bemühungen zur Erziehung zu unterstützen. Ich möchte Sie dabei auf einen Punkt besonders aufmerksam machen, der uns in letzter Zeit einige Probleme bereitet hat. Es gibt Schülerinnen und Schüler, die pflegen eine eigene Homepage. Unter anderem gibt es in solch eigen gestalteten Internetseiten einen Chatraum, in dem sich Schülerinnen und Schüler sowohl über Mitschüler als auch über Personen des Kollegiums positiv und negativ äußern können; von Bildmontagen, die Lehrer und auch Schüler in verfänglichen Situationen zeigen, ganz abgesehen. Solche Bilder und Äußerungen können verleumdend, beleidigend und verletzend sein. Sie als Eltern sind mitverantwortlich für den Inhalt dieser Seiten. Sollte Ihr Kind eine solche Seite pflegen, lassen Sie sich die Inhalte auf allen Ebenen zeigen (z.T. sind die Seiten passwortgeschützt). Machen Sie Ihre Kinder auch auf die Problematik solcher Seiten aufmerksam - mit besonderem Blick auf die rechtlichen Konsequenzen - und veranlassen Sie gegebenenfalls, dass die Seite aus dem Internet genommen wird.
Ich möchte Sie auch noch über einige Baumaßnahmen informieren, die in der nächsten Zeit anstehen. In den Sommerferien wird mit dem Umbau des Lehrschwimmbeckens zur Bibliothek begonnen. Ziel ist die Gewinnung von vier zusätzlichen Klassenräumen. Außerdem wird der Fußboden des Lehrerzimmers erneuert und in den Klassenräumen des oberen Stockwerks der Schallschutz verbessert.

Ich lade Sie ganz herzlich ein

- zum Abschlusskonzert der Bläserklassen im Weingut Weyell am Freitag, 23. Juni um 18.00 Uhr,

- zum Jahresabschlusskonzert am Freitag, 30. Juni um 19.30 Uhr in der alten Turnhalle und

- zum Präsentationstag unserer Projektwoche am Donnerstag, 13. Juli ab 14.00 Uhr.


Unterstützen Sie durch Ihre Teilnahme an diesen Veranstaltungen die Arbeit der Schule. Ihre Kinder sind stolz darauf, Ihnen ihr Können zu präsentieren.

Mit freundlichen Grüßen

gez. W. Schulz, OStD
Schulleiter Gymnasium zu St. Katharinen Oppenheim

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Seelsorge: "Weil ich Christ aus Überzeugung bin ..."
Jugendseelsorge - Problembewältigung?

Claudia Orthlauf-Blooß .…das ist die Äußerung zur Motivation ihrer Arbeit von Claudia Orthlauf-Blooß, Jugendseelsorgerin - als Referentin bei uns im Unterricht - die unsere Fraugen beantwortet. Darüber hinaus erklärt sie uns bereitwillig ihre genaue Arbeit mit anschaulichen Plakaten und einer Filmsequenz.
Wie kam es dazu?
Als wir im katholischen Religionsunterricht bei Herrn Hörl die Kirchensteuer durchnahmen, blieben wir bei einem Punkt stehen, für den die Kirche jährlich mehrere Millionen Euro investiert: Die Jugendseelsorge. Keiner von uns konnte sich darunter etwas vorstellen, geschweige denn schon bewusst Erfahrungen damit machen. So kam es dazu, dass unsere Religionsklasse eine Referentin des Bistums Mainz einlud, die gerne über ihre Arbeit an unserer Schule berichtete.
Sie erzählte über ihren Werdegang: Abitur, Theologiestudium, 4 Jahre Praxis (Predigtkurs, Schulausbildung,…), dann entschied sie sich für die Schulseelsorge. (Teilgebiet der Praktischen Theologie und wird meist als Pastoraltheologie bezeichnet.) Konkret: An einer Schule gründete sie eine 3.-Welt-AG mit gleichnamigen Läden, unterstütze die SV-Arbeit und hielt Gespräche mit Schülern -"jederzeit". Nach ihrer Arbeit an der Schule führte sie Jugendseelsorge im Bistum Mainz fort. Wie vielseitig kirchliche Arbeit sein kann, und wie viel Spaß sie macht, zeigte sie uns an Hand von Beispielen, wie sich Jugendliche im Bistum engagieren können. Dazu zählt Medienpädagogik (Gestaltung und Planung von einem Internetauftritt, Filmproduktion) Ministrantendienst, Öffentlichkeitsarbeit uvm.
Zu Beginn der Veranstaltung ging sie auf unsere Fragen ein, die jeder Schüler auf einen Zettel schrieb, und auf unsere Vorstellungen von Jugendseelsorge.
"Jugendseelsorge als Problembewältigung" war unsere ursprüngliche Sicht und wird auch landläufig so verstanden. Seelsorge erinnere an eine Betreuung von "psychisch kranken Menschen, oder Personen, die beispielsweise ein Familienmitglied verloren haben". -Das stimmt so nicht ganz! Seelsorge ist das christlich motivierte Bemühen um die Seele des Menschen und dessen Beziehung zu Gott, so die theologische Definition. Kirchliche Seelsorge geschieht heute in den verschiedensten Handlungsfeldern (Gemeinde, Krankenhausseelsorge, Schule, Polizei etc.). Gemeinsam ist allen Handlungsfeldern der Anspruch, Menschen in Lebens- und Glaubensfragen zu begleiten.
Claudia Orthlauf-Blooß arbeitet mit verschiedenen Ebenen zusammen, wie u.a. der KJG, der Katholischen Jugendgemeinde, ein Zusammenschluss aus vielen christlichen Gruppen (wie den "Grauen" in Oppenheim/ Nierstein), der Katholischen Jugend Zentrale oder verschiedenen Jugendreferenten aus Dekanatsstellen. Diese machen gemeinsam so genannte Reflexionstage oder "Wir sind Klasse"- Tage und organisieren Gruppenfahrten. Reflexionstage sind ein Angebot an Jugendliche, sich außerhalb von Schule - aber während der Schulzeit - in einem Freizeithaus für ca. 3 Tage mit Themen zu beschäftigen, die im Unterricht oft zu kurz kommen: Über sich selbst, die eigene Lebenssituation oder sein eigenes Handeln nachzudenken, die anderen Klassen oder Schulen besser kennen zu lernen und zu diskutieren und vom Schulalltag gedanklichen Abstand zu nehmen. Fragen wie "Was kann ich?", "Was will ich für mein Leben?", "Wie sehen mich die anderen?" oder "Was sind meine Träume?" werden behandelt.
Reflexionstage bringen, so Orthlauf-Blooß: "immer einen Erfolg - mal größer mal kleiner - für die ganze Klasse" und machen den Schülern oft mehr Spaß als Klassenfahrten mit Lehrern. Diese Tage sind ein von der Kirche gefördertes Angebot an alle 10. Klassen im Bistum Mainz, die sich bei Interesse mehrere Monate im Voraus gerne an das Bistum wenden können. (Adresse s. unten) Im Vergleich dazu sind die "Wir sind Klasse"-Tage schon ab der 7. Jahrgangsstufe zu besuchen. Dort lernt man sich im gemeinsamen, betreuten Gespräch kennen oder redet offen über Gefühle und Probleme, die in einer Klasse herrschen. Dazu geht es neben dem immer wieder auftretenden Mobbing auch um Probleme mit Lehrern, deren Schüler sich dann oftmals an die Jugendseelsorger wenden, im Ganzen um die Stärkung der Klassengemeinschaft! Das Angebot ist leider viel zu gering, da die Kirchensteuer nicht reicht, um den Anfragen nachzukommen.
Es geht in der Jugendseelsorge also nicht um die Problembewältigung und Betreuung seelisch / psychisch Kranker, sondern um die Sorge und "Pflege" der christlich zu sehenden Seele, also um Problemen vorzubeugen, was sehr viel Spaß machen kann! Apropos - alle hier genannten Angebote sind konfessionsunabhängig zu nutzen.
In ihrem Schlusssatz äußerte Frau Orthlauf-Blooß den Wunsch, sich bei Interesse gerne an sie zu wenden. (Telefonische Informationen, Flyer oder Anmeldebogen bekommt ihr kostenlos an der unten genannten Adresse.) Vielleicht habt auch Ihr Lust bekommen und werdet mit Eurer Klasse solche Angebote nutzen!

Bischöfliches Jugendamt Schülerforum
Am Fort Gonsenheim 54, 55122 Mainz
Tel.: 06131-253-641 / Fax: 06131-253-649
Mail: bja-schuelerseelsorge@bistum-mainz.de
www.bdkj-mainz.de
www.bdkj-mainz.de
(dort oben in der Leiste auf Schule klicken)

Constantin Müller, Klasse 10d

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"Wer nichts tut, macht mit ..."


... ist der Name der Kampagne, mit der die Polizei bundesweit für Zivilcourage wirbt.
Ausgehend und vorbereitet vom Deutsch-, Sozialkunde- und Religionsunterricht, besuchte ein Vertreter der Polizei, Kommissar Baumgärtner, am 24./25. Januar alle 9. Klassen. Jeweils eine Doppelstunde dauerte das Seminar und sollte den Schülern das Thema "Zivilcourage" näher bringen.
Zunächst zeigte der Polizist den Neuntklässlern einen mit versteckter Kamera gedrehten Film, mit gestellten Männern als Hauptpersonen. Darin beleidigten und bedrohten zwei Rechtsradikale einen schwarzen Mann in der U-Bahn. Diese Situation sollte die Fahrgäste auf die Probe stellen. Einige der Leute versuchten zu helfen und redeten mit den Rechtsradikalen; viele jedoch schauten einfach nur weg, als fände die Auseinandersetzung nicht statt.
Im Anschluss an den Film diskutierten die Anwesenden über das Verhalten der Leute. Herr Baumgärtner klärte die Schüler über wichtige Verhaltensregeln in Problemsituationen auf, in denen Zivilcourage gefragt ist.

Falls Sie Zeuge einer Gewalttat werden:

- Ich helfe, aber ohne mich dabei in Gefahr zu bringen.
- Ich fordere andere direkt zur Mithilfe auf.
- Ich beobachte genau und merke mir den Täter.
- Ich organisiere Hilfe.
- Ich kümmere mich um das Opfer.
- Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Die Doppelstunde hinterließ bei allen positive Eindrücke und war ein voller Erfolg, da die Schüler nun gelernt haben, wann und wie ganz konkret man Zivilcourage zeigen soll und wann man sich besser auf die Polizei verlassen sollte. Wenn in den kommenden Jahren diese Veranstaltung fortgesetzt werden würde, wäre dies sicherlich ein großer Gewinn.
Weitere Informationen zum Thema Zivilcourage sind in Internet auf der Seite der rheinland-pfälzischen Polizei zu finden:

www.polizei.rlp.de

Stefan Hillenbrand und Daniel Schwarz, Kl. 9b

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Handlungskompetenz in Sachen Demokratie
Durchführung des Projekts "Juniorwahl 2006"

Was ist ein Wahlschein? Wie muss man diesen ausfüllen? Warum hat man zwei Stimmen? Wo kann man sich über die Parteien informieren? Fragen, die im Vorfeld einer Bundes- oder Landtagswahl Erwachsene in Erklärungsnöte bringen können.
Für den Sozialkundeunterricht, der Jugendliche an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die künftige Teilnahme innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereiten will, müssen unter anderem auch diese Fragen im Unterricht beantwortet werden. Noch ergiebiger ist es, wenn Schüler, theoretisch vorgebildet, ihr Wissen praxisnah umsetzen können.
Für die Neunt- und Zehntklässler der Schule ergab sich diese Möglichkeit, und zwar im Rahmen der Aktion "Juniorwahl 2006", die landesweit und schulübergreifend vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz (26.03.2006) durchgeführt wurde.

Im Unterricht wurde etwa einen Monat vor dem Wahltermin in allen 9. und 10. Klassen die Wahl inhaltlich vorbereitet. Der Höhepunkt für die etwa 270 Schülerinnen und Schüler lag in der landesweiten Wahl - der Juniorwahl - in der Woche vor dem Wahlsonntag, die als Online-Wahl am Computer durchgeführt wurde.
Alle Schülerinnen und Schüler der beiden Jahrgangsstufen wurden in ein Wählerverzeichnis eingetragen und konnten am Wahltag (22.03.2006) wählen, wenn sie die Wahlbenachrichtigung oder den Personalausweis vorlegen konnten. Die Stimmabgabe erfolgte per Wahlautomat. Über einen PIN-Code öffnete der jugendliche Wähler seinen realistischen Wahlzettel des hiesigen Wahlkreises mit den Parteien und Kandidaten. Mittels einer virtuellen Tastatur gab er seine beiden Stimmen ab.
Informationen beschaffen, sich eine Meinung bilden, eine Entscheidung treffen - dieses dreischrittige Handlungskonzept soll auf eine positive Weise erlebt und geübt werden.
Die Reaktionen der Schüler haben es bestätigt.

Andreas Vaupel, StR

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Nicholas Shaw - ein ausgezeichneter Vorleser!

Artemis Fowl ist kein gewöhnlicher Junge - ebenso wenig wie der 12-jährige Nicholas Shaw aus Köngernheim, der mit seiner Vorlesekunst Schulsieger im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wurde und als Kandidat des Gymnasiums zu St. Katharinen auch auf Kreisebene den 1.Platz belegte.
"Ausgezeichnet" lautete das Urteil der Jury am 27.04.2006 in Worms, die ihn im Bezirksentscheid ebenfalls zum Sieger kürten.
Als Vizelandessieger kehrte Nicholas im Mai vom rheinland-pfälzischen Wettbewerb in Trier nach Oppenheim zurück.
"Es war für mich ein einmaliges Erlebnis, an diesem Wettbewerb teilzunehmen", resümiert Nicholas, und berichtet weiter über die Aufregung unmittelbar vor dem Vortrag und der sich anschließenden Spannung vor der Bekanntgabe der Gewinner. Nicht nur seine Klasse 6e, sondern die gesamte Schulgemeinschaft ist stolz auf seinen Erfolg und gratuliert ganz herzlich. Jetzt freut sich Nicholas darauf, an Weihnachten im Fernsehen einem größeren Publikum vorlesen zu dürfen. Ob er wieder Artemis Fowl auswählt, bleibt vorerst noch sein Geheimnis.

Rita Kunz-Henrich, OStR'


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Ehemaligentreffen 2006

Strahlender Sonnenschein und Wiedersehensfreude - zwei Vokabeln, die das Gelingen unseres alljährlichen Treffens der Ehemaligen garantieren.

Die Abiturjahrgänge 1956 ,1966, 1976, 1981, 1986, 1991 und 1996 waren hocherfreut, sich nach vielen Jahren mit Alterskameraden und ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern wieder einmal im sommerlichen Ambiente unseres schönen Innenhofes austauschen zu können.

Das bunte Programm bot zur Unterhaltung neben humoristischen Rückblicken der Jahrgangsvertreter auch das bereits beachtliche Können der aktuellen Bläserklasse 5b unter musikalischer Leitung von Frau Pudelek. Die Festansprache hielt Herr Gerulf Herzog, langjähriger Landrat unseres Landkreises.

Red.

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Was hat die Redaktion noch aufge"schnappt"

Herr Professor Marbod Muff, Mitglied der Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim, spach zu den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe in der Reihe "Quo vadis Deutschland?" (rechts Frau StD' Lerch).

Quo vadis Deutschland?

Jugend forscht

Karina Hofmann, Abiturientin 2006 und Siegerin bei "Jugend forscht" (Regionalwettbewerb Westpfalz), stellt ihr Projekt vor: "Gewölle von Schleiereule, Waldohreule und Steinkauz im Vergleich" (mit ihrem Betreuer, Herrn OStR König).

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Senegalaustausch 2006

"Willkommen in Afrika!" jubelten wir uns gegenseitig zu, als wir am späten Abend des 4. April 2006 aus dem Flugzeug stiegen und das erste Mal afrikanischen Boden unter den Füßen hatten. Von unseren Austauschpartnern, mit denen wir größtenteils schon E-Mail -Kontakt hatten, wurden wir auf das Herzlichste begrüßt.
Und dann, beim Verlassen des Flughafens, tauchten wir ein in eine andere Kultur, ein anderes Leben, einen anderen Kontinent: Afrika, Dakar, Hauptstadt des Senegals.
In den nächsten Tagen erwartete uns ein umfangreiches Programm, wobei selbst die Senegalesen nie genau wussten, was der Tag bringen würde. Ausgangspunkt war unsere Partnerschule, die Institution Notre Dame, eine von einer französischen Nonne gegründete Mädchenschule für alle Konfessionen. Dort wurden wir am nächsten Tag mit vielen Tanzdarbietungen verschiedener Ethnien und anschließendem Buffet empfangen und kamen auch gleich ins Vorabendprogramm des senegalesischen Fernsehens.
Neben den touristischen Sehenswürdigkeiten fielen uns täglich vor allem die gravierenden sozialen und ökologischen Unterschiede auf.
Unsere gemeinsamen Unternehmungen umfassten eine Führung durch eine Getränkefabrik, wir besuchten das Musée de Dakar, wo es eine Ausstellung zur afrikanischen Geschichte und den verschiedenen Ethnien gibt, und machten eine Safari im Tierreservat Bandia südlich von Dakar. Wir übernachteten in dem Dorf Mbaou, wo wir den nächsten Tag am Strand und im Haus direkt am Meer genossen. Auf der "Sklaveninsel" Gorée besichtigten wir eins der «Maisons des esclaves», jener Häuser, in denen die Sklaven vor ihrem Verkauf nach Amerika gefangen gehalten wurden, und das «Musée de la Femme Africaine», das Museum der afrikanischen Frau. Nach dem Besuch der modernen Universitätsbibliothek deckten wir uns auf einem Künstlermarkt mit Souvenirs ein.

Im Senegal

Nach einem Tag Auszeit, der in den Gastfamilien verbracht wurde, traten wir am Mittwoch in von den Familien geliehenen senegalesischen Gewändern an, um den Präsidentenpalast zu erkunden. Abends gab es dann ein großes Abschiedsfest bei einer der Gastfamilien, wo bis in den frühen Morgen gegessen, getanzt und gefeiert wurde. Entsprechend spät begann dann der letzte offizielle Programmpunkt, den dankenswerterweise die deutsche Botschaft für uns organisiert hatte: Wir gingen an Bord der deutschen Fregatte "Berlin", die gerade im Hafen von Dakar lag, und bekamen Einblicke in die Arbeit und das Leben auf einem Marineschiff, bevor dann am Freitagabend, dem 15. April, schweren Herzens Abschied genommen werden musste.
Insgesamt war der Aufenthalt eine einmalige Erfahrung. Die vielen neuen Eindrücke sind einfach unbeschreiblich. Ich denke, wer sich von uns auf das Abenteuer Senegal einlassen konnte, dem eröffnete diese Reise eine andere Welt und vielleicht die Tür zu einem anderen Denken. In jedem Fall sind wir nun um viel Erfahrung, Wissen und neue Frisuren reicher - und nicht zuletzt auch um viele Freunde in der Ferne.
Der Gegenbesuch wird im September 2006 erfolgen.

Isabel Schwentick, MSS 11

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"Alt"-Referendare haben Examen bestanden

Die sogenannten Altreferendare haben ihr zweites Staatsexamen bestanden. Nach Abgabe der Examensarbeit hatten sie zwei Prüfungslehrproben und drei mündliche Prüfungen unter Aufsicht der ADD zu absolvieren. Insgesamt also ziemlich stressige Monate, zumal ihre unterrichtlichen Verpflichtungen weiter bestanden.
Frau Anne-Michèle Bach (Deutsch, Französisch), Frau Anne Ullrich (Musik, Deutsch), Herr Nils Hoffmann (Geschichte, Sport) und Herr Thorsten Nelius (Chemie, Biologie) haben damit ihre zweijährige Ausbildungszeit an unserer Schule erfolgreich abgeschlossen. Die Ausbildungszeit ist mit dem Ende des laufenden Schuljahres beendet.
Die Schulgemeinschaft gratuliert ihnen zu diesem Erfolg und wünscht ihnen auf ihrem weiteren dienstlichen und privaten Lebensweg alles Gute.

F. Berkes, StD

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Teilchenphysik mit Dr. Arnulf Quadt

Die Seltsamkeit, der "Achtfache Weg" und die Quarks - was sich für die meisten wie Science Fiction anhört, ist für Physiker, die sich mit Teilchenphysik beschäftigen Alltag.
Dr. Arnulf Quadt ist ein solcher Teilchenphysiker. Im Juli 2001 wurde er für seine Beiträge zur Messung der Strukturfunktion des Protons in tiefenelastischer Streuung mit dem Europäischen Preis für junge Teilchenphysiker der Europäischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. Zur Zeit arbeitet er als Heisenbergstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Max-Planck-Institut für Physik in München.
Am 21. Februar veranstaltete Dr. Quadt auf Einladung von Herrn Choquet mit den Schülerinnen und Schülern der Physik-Leistungskurse der Jahrgänge 11 bis 13 eine Einführung in die Grundlagen der Teilchenphysik. Keine leichte Aufgabe, wenn man die unterschiedlichen Voraussetzungen bedenkt, die die Schülerinnen und Schüler mitbringen. Herr Quadt, der auch einige Zeit mit der Betreuung von Besuchergruppen am Teilchenbeschleuniger CERN in Genf beauftragt war, empfand dies eher als spannend. Er verstand es in ausgezeichneter Weise, den Schülerinnen und Schülern durch seinen Vortrag die Fragestellungen der Teilchenphysiker nahezubringen.

Teilchenphysik

Die Physik ist Ursprung und Grundlage aller Naturwissenschaften und technologischer Entwicklungen. Sie erforscht die Gesetze der Natur und spannt den Bogen von den größten Strukturen des Universums bis zu den kleinsten Dimensionen im Mikrokosmos. Ein verbindendes Element sind dabei die Methoden, mit denen in der Physik Erkenntnisse gewonnen werden und die Überlegungen, wie eine physikalische Theorie gebildet wird und was sie zu leisten vermag. Die uns umgebende Materie besteht im Wesentlichen aus Protonen, Elektronen und Neutronen. Neben dem Photon, das schon 1905 von Einstein bei der Interpretation des Fotoeffekts gefunden worden war, waren damit um 1930 vier Urbausteine der Materie bekannt. Dieses einfache Bild von den Urbausteinen der Materie sollte jedoch durch die Entdeckung weiterer Teilchen bald wesentlich komplizierter werden. Zunächst in der kosmischen Strahlung, dann auch im Labor mit neuen, immer größeren Beschleunigern vermehrte sich die Zahl der "Elementarteilchen" rasch. In diese Vielfalt konnte erst durch die Entdeckung der Quarks mit dem Standardmodell Ordnung und Systematik gebracht werden.
Heute arbeiten Teilchenphysiker in internationalen Forschungsgruppen zum Beispiel am CERN in Genf oder am Fermilab in Chicago und haben noch viele Fragen, auf die sie eine Antwort suchen: Warum haben die Elementarteilchen (Quarks, Leptonen) so verschiedene Massen? Was ist der Ursprung der Masse? Warum sind die Kräfte so verschieden? Gibt es eine Urkraft, aus der sie alle entstanden sind? Warum sind Atome exakt neutral? Sind Protonen (Quarks) und Elektronen Erscheinungsformen desselben Urteilchens? Wie kann es zu einer Materie-Antimaterie-Asymmetrie im Universum kommen?
Dr. Arnulf Quadt verstand es die Schülerinnen und Schüler für diese Fragestellungen zu begeistern. Von "Absolut klasse" bis "Warum wird so etwas nicht öfter angeboten?" waren dann auch die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler. Und sicher werden sich einige auch durch diesen Vortrag in der Entscheidung bestätigt fühlen, nach der Schule ein Studium der Physik aufzunehmen.

D. Choquet, StR

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"Tierische" Sonntagsmatinee des gemischten Chors

Am 11. Juni fand sich die Chorgemeinschaft des Gutenberg-Gymnasiums Mainz und des Gymnasiums zu St. Katharinen zu ihrem gemeinsamen Sommerkonzert gutgelaunt bei bestem Sommerwetter im Weingut Weyell in Dexheim ein. Das Publikum bekam allerhand Seltsamkeiten zu hören: Hasen, Gänse, Hühner, Esel, Elefanten, Papageien trieben ihr Unwesen, sogar von Ungeziefer wie Flöhen, Fliegen und Küchenschaben gab es musikalisch zu berichten. Es gackerte, miaute, bellte, (h)eulte, kuckuckte allenthalben.

Tierisches in der Musik

Bei dem bekannten Volkslied von der Vogelhochzeit brauchte sich das Publikum nicht mehr zurückhalten und durfte mitsingen, was freudig aufgenommen wurde, nachdem der Chor das Stück auf eine nach Mozart umvertonte Weise interpretiert hatte. Im Mozartjahr gab es als weiteren Leckerbissen seinen komischen Kanon vom eselhaften Martin. Auch wenn der Esel als dummes Tier bezeichnet wurde, war dies weder dem Elefanten aus Celebes noch dessen Vettern aus Borneo oder Indien vorzuwerfen - vielmehr hatte man markante Merkmale zu deren Unterscheidung entdeckt. Die Übergänge zwischen den Stücken wurden von den beiden Chorleitern - Frau Blümel und Herrn Klein - humoristisch durch erstaunliche Hinweise und passend "tierische" Gedichte aufgelockert.

Tierisches in der Musik

Die Zwischenspiele auf der Querflöte, hervorragend interpretiert von Daniel Frosch vom Gutenberg-Gymnasium, rundeten die Aufführung harmonisch ab.
Im Anschluss durften sich Zuhörer wie Mitwirkende an einem Bufett besonderer Art laben mit "tierischem" Naschwerk wie Katzenzungen, Zuckermäusen, Igeln, Schweinsöhrchen, Schnecken, Bienenstich, kalter Hund, Erd"bär"kuchen usw. Die kleinen Zuhörer ließen sich zur Kurzweil mittels Farbpinsel in verschiedene Tiere verwandeln - ein wirklich bezaubernder Sonntagvormittag.

H. Schenk, Chormitglied

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Das Thema Verkehrssicherheit gilt auch für Bahnfahrer

Alljährlich bekommen wir Meldungen der Verkehrspolizei über nicht verkehrstaugliche Fahrräder unserer Schüler sowie nicht den Verkehrsregeln entsprechendes Verhalten, worüber wir im Elternbrief vom Dezember bereits berichteten.
Zum Thema Verkehrssicherheit sind aus gegebenem Anlass leider auch unseren bahnfahrenden Schülerinnen und Schülern wieder einmal ein paar deutliche Hinweise zu geben:
Nach Meldung von aufmerksamen Mitbürgern und des Bahnpersonals bitten wir dringend darum, die Gleise im Oppenheimer Bahnhof nur auf dem Wege über die Überführungstreppe zu überqueren. Es wurde mehrfach beobachtet, dass unsere Schüler - sogar vereinzelt mit dem Fahrrad - auf direktem Weg über den Gleiskörper "stürmten", worauf jüngere Schüler diesem lebensgefährlichen Beispiel folgten.
Immer wieder geschehen (leider auch tödliche) Unfälle, da herannahende Züge (ICEs, Güterzüge etc.), die den Bahnhof mit verminderter Geschwindigkeit durchfahren, nicht rechtzeitig bemerkt werden.

Liebe Schülerinnen und Schüler,
bitte betretet niemals den Gleiskörper. Auch wenn Ihr den Zug nicht mehr erreicht, nehmt lieber den nächsten, damit ihr auch sicher nach Hause gelangt.

W. Schulz, OStD

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Die Schulbibliothek auf neuen Wegen
Ihre Mithilfe wird gebraucht!



Liebe Eltern,
derzeit passiert einiges in der Schulbibliothek, wenn auch zunächst im Verborgenen. Seit Beginn des Jahres wird daran gearbeitet, den Bestand zu sichten, auszusortieren und vor allem den Katalog zu digitalisieren, sodass im Laufe des geplanten Umzuges in die alte Lehrschwimmhalle ein neuer Abschnitt in der Nutzung der Bibliothek beginnen kann.
Ziel ist es im Wesentlichen, die Bibliothek verstärkt in den Schulalltag einzubeziehen und mehr als einen Aufenthaltsraum für kalte Tage darin zu sehen. Dazu brauchen wir auch Ihre Unterstützung:
Wenn Sie bereit sind, eine Aufsicht im Laufe eines Morgens wahrzunehmen, eine Ausleihe durchzuführen oder auch die Führung des Katalogs unterstützend zu begleiten, freuen wir uns sehr darüber!
Wenn Sie Interesse haben, bitten wir Sie, diese

Rückmeldung
Rückmeldung

auszudrucken, auszufüllen und durch Ihr Kind im Lehrerzimmer bei Herrn Wetzel abgeben zu lassen. Für eine genauere Absprache und Planung werden wir im neuen Schuljahr auf Sie zukommen. Vielen Dank im Voraus.

Dirk Wetzel, StR

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Redaktion: Berkes / Schenk


Bei Fragen oder Problemen schreiben Sie bitte an:
schule@gym-oppenheim.de


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Letzte Änderung: Mittwoch, den 20. Juni 2007, 13:04 Uhr.