Der Elternbrief vom Dezember '00


Inhalt



Sehr geehrte Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
verehrte Freunde der Schule,

mit der Zeit des Advents verbinden wir traditionellerweise die Vorstellung von "Besinnung" und entsprechendem "Innehalten". Gewitzt durch die realen Erfahrungen dieser Tage muss man allerdings hinzufügen: Es ist nicht eben leicht, Tradition lebendig zu halten. Wenn die Termine sich häufen, in ihrer Dringlichkeit immer fordernder werden - vielen Mitgliedern der Schul-gemeinde ist es gar nicht adventlich zumute. Arbeiten müssen geschrieben, müssen korrigiert, Dienstbesprechungen und Konferenzen vorbereitet, durchgeführt, umgesetzt werden. So mancher Stoßseufzer ist nicht zu überhören.

Entscheidend bleibt, trotz allem, bei allem, der Gedankenaustausch, die Entlastung durch den Dialog, zwischen Lehrer und Schüler, zwischen Eltern und Kind, zwischen Eltern und Lehrern, unter Kollegen.

Dem wurde, denke ich, in dem zu Ende gehenden Jahr, auch in jüngerer Zeit, im Ganzen doch Rechnung getragen. So auch im Rahmen einer Gesamtkonferenz, die einerseits Ergebnisse, Leistungen bilanziert, anderseits auch ganz neuen Überlegungen Raum gegeben hat. Die Mühen des Arbeitskreises "Konsens in der Schule" wurden honoriert, indem zustimmend eine Selbstverpflichtungserklärung, eine Konvention zum menschlichen Umgang miteinander (sogenannte "Anti-Mobbing-Konvention"), aufgenommen wurde. Über sie wird, nach erfolgter gründlicher Erörterung mit den Organen der Schülerschaft, noch genauer zu berichten sein einschließlich der Wiedergabe des Textes; Gleiches gilt für die Überlegungen des Fach-bereiches Musik, für die Orientierungsstufe eine "Bläserklasse" einzurichten. Der Schuleltern-beirat wird in Bälde den entsprechenden Antrag erörtern, danach wird die Schulöffentlichkeit über Einzelheiten unterrichtet werden.

Zu einem Dialog sind in diesen Tagen der Redaktion des Elternbriefes auch aufgerufen Kritiker und Befürworter des Musicals TILT, das im November drei ausverkaufte Vorstellungen erlebt hat. Zum Inhalt kontroverser Standpunkte wird ggf. später noch zu berichten sein.

Trotz der Terminflut ist der vorliegende Elternbrief zustande gekommen. Ich danke für alle Beiträge und jede wohlwollende Lektüre und Kritik.

Zum Abschluss darf ich Eltern, Schülern, Lehrern, Freunden der Schule trotz aller, entgegen aller Verpflichtungen doch noch einige ruhige Tage bis Weihnachten und schließlich ein frohes Weihnachtsfest, das Kraft gibt fürs Neue Jahr, wünschen.


Es grüßt Sie herzlich
Ihr

U. Jung


Kursfahrten 12. Jahrgangsstufe

Die diesjährigen Kursfahrten der 12. Klassen hatten beide Italien als Ziel. Die Stammkurse Englisch, Mathematik und Sozialkunde reisten gemeinsam mit ihren jeweiligen Stammkursleitern Frau Treinen, Herrn Mehring und Frau Gradl nach Sirmione am Gardasee. Vom 22.9.2000 bis zum 29.9.200 wohnten die Schüler zu viert in Bungalows im Feriendorf Garda-Village, das nur wenige Meter vom See entfernt liegt.

Der Erdkundekurs von Frau Frisch und der Deutschkurs von Herrn Vaupel verbrachten die Zeit vom 22.9. bis zum 30.9. in Tonda, Toskana.

Alle Schüler hatten viel Spaß beim Besichtigen kultureller Höhepunkte wie Verona, Venedig, Florenz, Pisa und Siena. Auch die zur freien Verfügung gestellten Abende fanden bei den Schülern positive Resonanz.

Ein Dankeschön noch einmal an die Lehrer, die die Kursfahrten gut organisiert hatten und uns die schönen Tage zusammen möglich machten.

Bettina Schwamb, MSS 12


Schüleraustausch Krakau - Oppenheim 2000

Zum dritten Mal fand in diesem Jahr der Schüleraustausch des Oppenheimer Gymnasiums zu St. Katharinen mit Krakau statt.

Nachdem im Mai unsere polnischen Austauschschüler einige Tage hier verbracht hatten, fuhren wir endlich im Herbst nach Krakau, am 8. September um 23.49 Uhr ging‘s am Mainzer Südbahnhof los. Nach zweimaligem Umsteigen (Frankfurt - Berlin) und einem langen Tag, kamen wir donnerstags gegen 18.00 Uhr am Krakauer Hauptbahnhof an. Einem freudigen Empfang in dem 13. Gymnasium "Helden der Westerplatte" folgte der Heimweg und ein erster Eindruck Krakaus bei Nacht. Während der nächsten Vormittage besichtigten wir (leider ohne unsere Austauschpartner - diese hatten Unterricht) freitags den "königlichen Weg" (= Krakauer Altstadt), samstags das Wawelschloss und die Kathedrale. Den Sonntag verbrachten wir in den Gastfamilien, was zu weiteren Exkursionen in die Berge oder auch in den botanischen Garten oder den Zoo führen konnte. Montags erlebten wir, dass der Unterricht in Polen doch etwas anders abläuft als in Deutschland, und besichtigten anschließend das Salzbergwerk in Wieliczka, wo wir etwa drei Stunden lang 385 Stufen tief in den alten Stollen herumliefen und auch die am tiefsten gelegene Kirche, ganz aus Salz, bewundern konnten. Dienstags wanderten wir auf den Spuren von Schindlers Liste und besichtigten das Judenviertel Kazimierz. Für das KZ Auschwitz II - Birkenau nahmen wir uns einen ganzen Tag Zeit. Diesmal konnten sogar unsere Austauschpartner mitkommen, wenn die Führungen wegen der Sprachbarriere auch getrennt verliefen. Nachdem wir einen Teil des immerhin 42 km² großen Geländes Auschwitz II – Birkenau gesehen hatten, nahmen einige dennoch die Möglichkeit wahr, mit Herrn und Frau Kemp zur ersten Rampe zu laufen, von der aber nicht mehr viel zu sehen war. Anschließend setzen wir unsere Führung im Stammlager fort. Dieser Tag hinterließ trotz der sommerlichen Temperaturen und des Sonnenscheins einen bleibenden Eindruck und eine bedrückte Stimmung.

Donnerstags kam es zu den sportlichen Aktivitäten, bei denen die polnischen Volleyball-Mädchen und die Basketballmannschaft der deutschen Jungen gewannen. Als der Austausch später ausgewertet wurde, glänzten die durchaus positiven Ergebnisse. Der letzte Abend wurde nach einem Rynek-Besuch mit einer Abschiedsdisko noch einmal gebührend gefeiert. Am nächsten Morgen ging es dann ab 7.55 Uhr los und mitsamt etwa l½ Stunden Verspätung kamen wir müde und k.o. um 23.30 wieder in Mainz an. Rückblickend kann gesagt werden, dass es sich für uns alle unbedingt gelohnt hat und wir allen folgenden Jahrgängen nur empfehlen können, am nächsten Austausch teilzunehmen.

Charlet Flauaus und Eva Heise, MSS 11


Schulmannschaft schafft nach schwerem Start doch noch den Einzug in die dritte Runde!

Nach einem enttäuschenden 2:2 Unentschieden im ersten Spiel schaffte die die Schulmannschaft des Gymnasiums zu St. Katharinen schließlich gegen die Realschule Ingelheim doch noch den Sprung in die dritte Runde.

Nachdem die Mannschaft unter Leitung von Herrn Widmer zuerst 1:0 durch Janis Dilg in Führung gegangen war und durch Florian Trumm dann auf 2:0 erhöht hatte, ließ sie dem Gegner zu viel Freiraum und nutzte ihre Konterchancen nicht konsequent genug. So fielen schließlich die Tore, bei denen der Tormann Niko Scholtes keine Chance hatte. Im zweiten Spiel blieb die Startaufstellung aus dem ersten Spiel bestehen. Als Libero fungierte Andreas Friedrich, Angelo Heidrich als Manndecker, Christoph Schweitzer als linker und Stephan Benz als rechter Verteidiger. Das Mittelfeld mit Janis Dilg, Clemens Hess, Robert Gudzik und Florian Trumm spielte nun auch deutlich besser. Der Ballführende fand oft den freistehenden Mann, und auch die gefährlichen Steilpässe gelangen. Die Stürmer Sven Lieb und Marius Knaack harmonierten nun auch besser und Sven Lieb gelangen zwei herrliche Tore, die das Spiel zuletzt entschieden. Hendrik Ibenthal, Timo Hauptmann und Nicolas Kessel ersetzen nach Einwechslungen hervorragend ihre Teamkameraden und halfen, dass man dem Wunsch, eine Runde weiter zu kommen, um einiges näher rückte.

Im letzten Spiel traf man dann auf die Hauptschule Bingen. Anfangs tat sich die Mannschaft noch schwer, aber als dann nach einem weiten Einwurf das Tor durch Robert Gudzik fiel, spielte die Mannschaft befreiter auf und konnte auf 2:0 erhöhen. Den letzten und schönsten Treffer des Tages erzielte Florian Trumm durch einen Freistoß von der Mittellinie. Sein Schuss war wegen des Rückenwinds für den gegnerischen Tormann unhaltbar, da er direkt unter die Latte flog. Von Herrn Widmer spendierte Balistos und Cola halfen, den bei der Heimreise auftretenden Stau zu verkraften.

Christoph Schweitzer 10b


Multimedia-Sonderpreis für Online-Projekt

Am 30.10.2000 konnten der Schulleiter OStD Jung und der Projektleiter OStR Püschel im Rahmen des Multimedia-Kongresses 2000 einen Sonderpreis in Höhe von DM 5.000 für das Online-Projekt der ehemaligen Klasse 6c entgegennehmen. Der Preis wurde von Ministerpräsident Beck und Wirtschaftsminister Bauckhage überreicht.

Püschel, OStR


15. RSGI-Jugendwettbewerb

Am 4. und 5. November fand die Endausscheidung zum 15. Jugendwettbewerb der Regensburger Schriftstellergruppe International statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine öffentliche Lesung, in der 20 junge Autoren ihre ausgewählten Texte einer Jury aus Autoren und Journalisten vorstellten.

Sabine Harnau (MSS 13) belegte Platz 11.

Knollmann OStR


Drei Schülerinnen nehmen als Zeitungsredakteure am Theatertreffen der Jugend in Berlin teil

Jedes Jahr im Mai trifft sich eine Auswahl deutscher Jugendtheatergruppen in Berlin Prenzlauerberg beim Theatertreffen der Jugend. 10 Tage verbringen die ausgewählten Gruppen mit Workshops zu Theatermusik, szenischem Schreiben oder Tanz und natürlich mit dem Spielen des eigenen Stücks und dem Sehen der anderen Stücke. Die Auswahl der Gruppen trifft ein Jury aus bekannten Theatermachern, -schreibern und -kritikern, die es verstehen, aus den Videobewerbungen nur diejenigen Amateurgruppen auszuwählen, deren Umsetzung der selbst gewählten Textvorlagen, schauspielerisch und dramaturgisch am besten geglückt ist. So treffen sich dort nur die Jugendtheatergruppen, denen es gelungen ist, den an professionellen Standards orientierten Auswahlkriterien der Jury gerecht zu werden.

Um den Überblick über Veranstaltungen, Workshops und Aufführungen zu behalten und um die 10 Tage des Treffens zu dokumentieren, werden jedes Jahr sieben weitere junge Menschen eingeladen, die die Aufgabe haben, jeden Tag ein mehrseitige Zeitung zu schreiben, zu layouten und zu drucken. Die "Qualifikation", die in den meisten Fällen von den Redakteuren erwartet wird, ist die vorherige Teilnahme an einem weiteren Jugendwettbewerb der Berliner Festspiele, nämlich dem Treffen Junger Autoren, das jedes Jahr im November stattfindet. Auch hier ist es nicht einfach, aus den 2500 Einsendungen mit etwa 19-24 anderen jungen Autoren ausgewählt zu werden.

Unter anderem beteiligt an der Redaktion der "rumguck" waren in diesem Jahr drei Schülerinnen dieser Schule: Sabine Harnau, Judith Bürger und Miriam Bürger. Den Posten der Chefredakteurin übernahm Tamara Bach, eine ehemalige Schülerin des Gymnasiums zu St.-Katharinen, die schon seit einigen Jahren regelmäßig als "rumguck"-Redakteurin am Theatertreffen teilnimmt. Auch sie wurde während ihrer Schulzeit mehrfach zum Treffen Junger Autoren eingeladen.

Für uns alle war das Theatertreffen ein voller Erfolg. Wir haben nicht nur gelernt, wie es möglich ist, täglich eine Zeitung erscheinen zu lassen, sondern auch, wie Theater funktioniert, wie wichtig Licht und ein gute Spielleitung sind, wie man sich kritisch mit den gesehen Stücken auseinandersetzt – und was man macht, wenn man in Berlin nach einem spannenden Abend die letzte Tram verpasst.

Miriam Bürger, MSS 13


Die kleinen Geschichten vernichten Schülerwelten
"Tilt": Gymnasiasten bringen eigenes Musical auf Bühne
Vom 18.11.2000 [Allgemeine Zeitung "Landskrone"]

OPPENHEIM – Mit ihrem selbst geschriebenen Musical "Tilt" haben die Schüler des Oppenheimer Gymnasiums zu St. Katharinen die meisten Zuschauer in der Schulturnhalle begeistert, bei einigen aber auch kritische Stimmen geweckt. Die rohe Jugendsprache des Stücks tat das, was sie sollte: anecken.

Von Steffen Weyer

Die Kulisse: eine Schultoilette. "Ey, willste was?!", stößt Gino (Konrad Burzynski), Anführer der Coolen-Clique und Großmaul vom Dienst, den türkischstämmigen Murat an, als der hereinkommt. Worte wie "Kanacke" fliegen, da findet Murat (Christian Schulze) provozierend sachliche Worte: "Sag mal, hat man Dir die linke Gehirnhälfte amputiert, oder warst Du schon immer so ne rechte Sau?" Hart sind die Worte, die die Schüler für ihr Werk gewählt haben – hart, aber echt. "Es war so in unseren Köpfen, deshalb hat es auch die Berechtigung, so auf die Bühne zu kommen", ist sich Katrin Jackenkroll als eine der Haupttexterinnen sicher.

Das pralle Schülerleben, und von diesem vor allem die harten und unerbärmlichen Seiten haben die Macher aufgegriffen, seit der Deutschlehrer und Schriftsteller Peter Grosz sie vor zwei Jahren dazu aufgerufen hat. "Auf dem Klo erfährt man doch immer die ehrlichsten Geschichten", meint dieser – und zu entlarven gibt es da einiges.

Die Ablehnung gegenüber dem ehrlichen Softie (Manuel Noll), mit der die Deutschrussin Elena (Ines Hahn) ihre Scheu vor jeder Annäherung übertüncht, ebenso wie Tanja (Yana Karkalis) ihre Hin- und Hergerissenheit zwischen Gino und Murat durch Coolsein zu verbergen sucht. Die falsche Friede-Freude-Eierkuchen-Familie, in der die Eltern ein "pflegeleichtes" Kind erwarten, ihren "Zartheitsvorrat" aber schon vor Jahren abgebaut haben.

Die Kinder sind wie gelähmt – "Tilt" nennt man das beim Flipper, wenn das Gerüttel zu wild wird und alle Hebel blockieren. An der Spielmaschine wie im Leben. In Gesang, Tanz und Text stechen die jungen Talente hervor: Yana Karkalis, die singend mit glockenheller Stimme zum Star des Mikrofons wird. Sabine Harnau als Ginos verlorene Schwester Mimi, die in einem exzentrischen Gefühlsausbruch die Dinge auf den Punkt bringt: "Ihr habt es nie kapiert, es sind die kleinen Geschichten, die in mir Welt um Welt vernichten!"

Und nicht zuletzt sind da Band und Chor, einstudiert und dirigiert von Musiklehrer Gernot Klein, die mit mal rockigen und melodramatischen, mal dank Flöten und Streichersound fast klassischen Klängen, das Bühnenstück auch zu einem runden Klangerlebnis machen. Stehende Ovationen und nicht enden wollender Applaus waren an diesem Abend jedenfalls allen Akteuren sicher.

Und was hielten die Zuschauer wirklich davon? "Aufmachung und Darstellung fand ich sehr gut", lobt Heidi Strub aus Nierstein, die das Stück aus der Elternperspektive betrachtet hat: "Aber dass fast ausschließlich die Themen Sex und Liebe kamen, fand ich zu heftig." Schulleiter Ulrich Jung hingegen ist sich sicher, "dass das die Welt ist, in der die Schüler leben – auch wenn manches wohl etwas dick aufgetragen wurde". Etwas, das der Schüler Jan Schätzel gerade gut fand: "Gerade das Übertriebene hat erst richtig das Verständnis gebracht."

AK Konsens: Wir wünschen uns
ein Klima der Verantwortung und des Vertrauens in unserer Schule

Heftige Kontroversen zwischen der Gesamtkonferenz und dem Schulelternbeirat wegen der Behandlung von gravierenden Ordnungsverstößen durch Schüler im Winterhalbjahr 1997/98 waren der Anlass zu Gründung des Arbeitskreises Konsens.

Schulelternbeirat, Schulausschuss und Personalrat trafen sich im Februar 1998 unter Leitung des Schulleiters zur "Klärung von Grundsatzfragen".

Diese Runde beschloss die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft "Erziehungsarbeit in der Schule", die sich schließlich als Arbeitskreis "Konsens in pädagogischen Grundsatzfragen" im Juli 1998 konstituiert hat. Der Schulleiter, Lehrer, Schülervertreter und Elternvertreter treffen sich seitdem im Abstand von 6 bis 8 Wochen.

Der Kreis der Teilnehmenden ist offen, der Vorsitz wechselt. Bei der Erarbeitung eines Themenkataloges im September 1999 legten wir unseren Schwerpunkt auf das Thema "Mobbing in der Schule" fest. Nach einer Präzisierung dieses Begriffes entwickelte der Arbeitskreis eine Anti-Mobbing-Konvention.

Wir arbeiteten die Konvention mit einem einleitenden Hinweis auf die "Allgemeinen Erklärungen der Menschenpflichten" aus und leiteten sie an die Gremien der Schule weiter.

Der Schulausschuss und der Schulelternbeirat stimmten dem Entwurf zu. So war der gesetzliche Weg in die Gesamtkonferenz eingehalten. Im November 2000 stimmte die Gesamtkonferenz mit überwältigender Mehrheit zu.

Der Arbeitskreis ist sich bewusst, dass nun der schwierigste Teil der Arbeit beginnt: die Umsetzung der Anti-Mobbing-Konvention.

Wir möchten, dass Lehrer, Schüler und Eltern sich wieterhin gegenseitig austauschen, miteinander reden, einander zuhören und so konstruktive gemeinsame Wege zur Umsetzung der Anti-Mobbing-Konvention suchen. Der Arbeitskreis Konsens eignet sich dazu, angstfrei und phantasievoll über Fragen, Probleme und Visionen nachzudenken, neue Ideen zu entwickeln und kreative Kräfte und Fähigkeiten einzubringen, Probleme zu lösen.

Auch eine Reise von tausend Kilometern fängt mit den ersten Schritten an. (Chinesisches Sprichwort )

Für den Arbeitskreis Konsens, Heidrun Stauder


Symposion
"Menschenrechte leben – Menschenpflichten annehmen"

Im März dieses Jahres hatte Bildungsminister Jürgen Zöllner alle Schulen des Landes gebeten, eigene Wege zu suchen, wie die Schulgemeinschaft lebenswerter gestaltet werden kann. Für die Auseinandersetzung mit Menschenrechten und Menschenpflichten wurden den Schulen Anregungen gegeben, wie die Beschäftigung mit diesem Thema in einen Diskurs eingebettet werden kann. Aus der Vielzahl der eingegangenen Projekte war auch die Anti-Mobbing-Konvention des St.-Katharinen-Gymnasiums ausgewählt worden. Wir wurden mit insgesamt 19 anderen Schulen aus Rheinland-Pfalz am 2. Dezember zu einem Symposion mit dem Titel "Menschenrechte leben – Menschenpflichten annehmen" nach Mainz eingeladen.

Ministerpräsident Kurt Beck eröffnete das Symposion. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Medien, Kirche, Schule und öffentlichem Leben kamen zu Wort. Die Veranstaltung sollte ein weiterer Schub für die Auseinandersetzung mit der Thematik in den Schulen des Landes sein.

An der Podiumsdiskussion nahmen namhafte Persönlichkeiten teil: Dr. Theo Sommer, Editor-at-Large der Wochenzeitschrift "Die Zeit", Steffen Reiche, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Bischof Prof. Dr. Karl Lehmann, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, Dr. Irmtraud Heym, Vorsitzende des Landeselternbeirates Rheinland-Pfalz, Henry Maske, Gründer und Vorsitzender des Henry-Maske-Fonds und Bernd Peter von der Initiative "Schüler helfen leben". Staatssekretärin Doris Ahnen moderierte die Podiumsdiskussion.

Dr. Theo Sommer führte mit einem ausführlichen Vortrag "Menschenrechte – Menschenpflichten: Zwei Seiten einer Medaille?" in das Thema und die nachfolgende Podiumsdiskussion ein. Auf die Frage: "Wie kann man bei Kindern und Jugendlichen Gemeinsinn fördern?" ließ Bernd Peter den zunehmenden Leistungsdruck an den Schulen nicht unerwähnt. Er zog für sich das Fazit: Wer nebenher für karitative Zwecke arbeitet, muss schlechtere Noten in Kauf nehmen, da die Zeit zum Lernen fehlt. Einerseits erwartet die Öffentlichkeit Engagement von uns. Anderseits wird die Forderung laut, die Schulzeit am Gymnasium zu verkürzen.

Am Nachmittag konnten dann die Schulen ihre Projekte, Arbeitsgemeinschaften und Vereinbarungen für Klassen, Klassenstufen oder die Schulgemeinschaften vorstellen. Dazu wurden parallel 6 Workshops angeboten. Die schulischen Projekte reichten von Modellen zur Streitschlichtung über die Themenbereiche "Solidarität statt Rassismus" und "Soziales Lernen" bis hin zu unserer "Anti-Mobbing-Konvention".

Wir hatten in Teamarbeit eine Ausstellung zu dem Thema Mobbing erstellt und unsere Arbeit im Arbeitskreis Konsens dokumentiert. Die Ausstellung wird auch in unserer Schule präsentiert. Wir möchten uns besonders bei der Fachschaft Kunst für ihre schnelle kompetente Hilfe bei der Erstellung der Präsentation bedanken.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen könnten, die Ausstellung anzusehen. Vielleicht kommen dann auch Sie zur nächsten Sitzung des Arbeitskreises, um gemeinsam mit uns über die Frage der Umsetzung der Anti-Mobbing–Konvention nachzudenken.

Für den Arbeitskreis Konsens, Heidrun Stauder


GREEN CARD FÜR LEHRER?
Podiumsdiskussion mit Minister Zöllner

Am 28.10.2000 moderierte Dr. Thomas Bellut (ZDF) im Frauenlob-Gymnasium Mainz eine Podiumsdiskussion mit folgenden Fragestellungen:

1. Wie ist es um die Vermittlung von Inhalten und Methoden in IF, NW, neue Medien in der Schule bestellt?

2. Wie wird das Problem der Netzwerkbetreuung gelöst?

3. Lehrernachwuchs in den genannten Bereichen und Lehrerweiter- und fortbildung?

Diskussionsteilnehmer:

Staatsminister Prof. Dr. Zöllner

Herr Weitzel, Landeselternsprecher

Prof. Dr. Jürgen Avenhaus, Universität Kaiserslautern

Dr. Gernot Dorn, Siemens AG Frankfurt

Volker Leinweber, Schott Glas

Ulrich Naumann, IBM Mainz

Dr. Stephan Schön, Staatliches Studienseminar Mainz

Statements zu Beginn:

Von Seiten der Industrie wurde einhellig der Mangel an Hochschulabsolventen in den Naturwissenschaften und das Fehlen von mathematischen Schlüsselqualifikationen bei den Schulabgängern beklagt. Dem stehen ein radikaler Umbruch in der Arbeitswelt und den Vertriebsstrukturen gegenüber:

Siemens: bald 70% aller Geschäftstätigkeit über das Internet,

IBM: immer mehr ortsungebundene Arbeitsplätze durch Internettechnologie.

Von Seiten der Universität malte Prof. Dr. Jürgen Avenhaus ein pessimistisches Bild:

NW-Fächer gelten gemeinhin als die schwierigeren Studiengänge und sind mäßig beliebt. Weniger als zehn (10!) Lehramtssolventen pro Semester studieren Informatik für das Lehramt (aktuell 2!) – der öffentliche Dienst ist finanziell und von den Aufstiegschancen her gesehen nicht attraktiv in dieser Zukunftsbranche. Studenten stellen keine Lösung für Netzwerkbetreuung in Schulen dar (Studienverlängerung).

Staatsminister Prof. Dr. Zöllner stellte den bekannten Stufenplan zur Verbesserung der informationstechnischen Bildung vor:

1. Internetanschluss für alle Schulen

2. Weiterbildung der Lehrer

3. Fortschreibung der Investitionen

4. Regelung der Systembetreuung (vor Landtagswahl!)

im Einvernehmen mit Schulträger (zuständig für Hardware und Ausstattung) und Land (Inhalte und Personal)

5. Lehrplanüberarbeitung

Dr. Stephan Schön, für Lehrerausbildung zuständig und selbst Netzwerkbetreuer, nahm eindeutig Stellung: Ohne Schüler sei die Netzwerkbetreuung gar nicht mehr möglich. Wie soll angesichts des fehlenden Nachwuchses von der Universtät und der Tatsache, dass die zeitlich aufreibende Tätigkeit des netzwerkbetreuenden Lehrers keine Anerkennung durch den Dienstherrn (Finanzieller oder Freizeitausgleich, Karriere-Pluspunkte) erfährt, in Zukunft der Netzwerkbetrieb an Schulen gesichert werden?

Für die Eltern sprach Herr Weitzel: In die Computerausstattung sei viel Bewegung gekommen, das Problem Netzwerkbetreuung sei jedoch ungelöst, es herrsche Lehrermangel in NW-Fächern.

Die Beiträge aus dem Plenum griffen viele dieser Statements auf und wechselten die Sichtweise: Wo bleibe die Verantwortung der Industrie bei der Schieflage der Studentenzahlen in den NW-Fächern? Letztlich steuern Berufsaussichten die Ausbildungs- und Studienfachwahl. Den gleichen Vorwurf müsse sich auch der Staat bei Ausbildung seines Lehrernachwuchses machen lassen oder bei einer Kürzung der Stundentafel, die einer naturwissenschaftlichen Schwerpunktbildung entgegenstehe. Ohne zusätzliche Bereitstellung von Resourcen würden ständig komplexere Computernetzwerke an Schulen zu Investitionsruinen verkümmern, die von einzelnen Lehrkräften in verschärfter Selbstausbeutung betreut werden. Der Appell an die Mitwirkung der Industrie fand bei deren Vertretern offene Ohren.

Der Verfasser – mit seinem ebenfalls netzwerkbetreuenden Kollegen Dieter Mehring den altbekannten Argumenten lauschend – hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass irgendwann der gordische Knoten der Netzbetreuung durchschlagen wird. Skepsis jedoch schlägt durch, wenn mir ein Kollege am Rande der Veranstaltung erzählt, warum seine Bewerbung auf eine Funktionsstelle negativ beschieden wurde: Systembetreuung prädestiniere nicht gerade für höhere Aufgaben...

Schacht, OStR


Tischtennisspieler für das Bezirksfinale qualifiziert

Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia", an dem sie zum zweiten Mal teilnehmen, qualifizierten sich die Tischtennisspieler des Gymnasiums unter der Leitung von OStR Widmer und Trainer Hartmut Bräumer (TV Dienheim) für das Bezirksfinale Rheinhessen/Pfalz.

Jan Schäffer, Maximilan Mader, Steffen Kunz, Timo Riske und Nils Hilgenfeld, Altersgruppe der Schüler bis 13 Jahre, trafen in Mainz auf Gegner aus den Realschulen Nierstein und Worms, aus der Grundschule Schwabenheim und dem Frauenlob-Gymnasium, Mainz, die wie sie angetreten waren, um einen der zwei begehrten Plätze zu belegen.

Die erste Begegnung gegen die Realschule konnte man dank des überlegenen Spiels von Jan Schäffer, Steffen Kunz und Timo Riske klar mit 5:1 gewinnen. Die folgende gegen das Frauenlob-Gymnasium hielt Spieler und Zuschauer in Spannung, bis sich schließlich Jan Schäffer und Maximilian Mader im Doppel und dann im Einzelspiel Steffen Kunz und noch einmal Jan Schäffer durchsetzten.

Die Vorrunde der Wettkampfgruppe III mit Philipp-Pierre Franzreb, Philipp Langer, Felix Odenbach, Christoph Thomé, David Schneider, Dominik Sonnenberg und Tobias Best gegen Spieler der Realschulen aus Nierstein und Worms wurde mit 5:1 und 5:0 klar entschieden.

Hartmut Bräumer, Tischtennistrainer TV Dienheim

Bei Fragen oder Problemen schreiben Sie bitte an schule@gym-oppenheim.de


Copyright © 2000-2002 - Homepage-AG Gymnasium zu St. Katharinen Oppenheim.
Letzte Änderung: