Rede des Schulleiters anlässlich der Einweihung der Bibliothek am 2. März 2007


Herr Schulz bei seiner Rede


Meine sehr verehrten Damen und Herren,


ich darf Sie auch ganz herzlich begrüßen zur Einweihung unserer neuen Bibliothek.

Zunächst wende ich mich noch einmal Alica zu. Ich danke Dir ganz herzlich, dass Du uns aus "Herr der Diebe" vorgelesen hast, und ich hoffe, dass wir jetzt alle gespannt sind, wie die Geschichte weitergeht und dass im Anschluss an diese kleine Feierstunde vielleicht einige von uns an die Regale stürmen, um zu sehen, ob dieses Buch auch in der Ausleihe vorhanden ist.

Und schon sind wir mitten beim Thema: unsere neue Bibliothek. Wir sind stolz auf diese Bibliothek und auch hellauf begeistert von der wunderbaren Gestaltung dieses Raumes. Die neue Bibliothek erfüllt alle unsere Erwartungen und Wünsche.

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die an diesem Projekt beteiligt waren: Herrn Landrat Schick und den Mitgliedern des Kreistages, Frau Köth-Hirsch, Herrn Kuss von der Bauabteilung, dem Architektenbüro Schweitzer und den beteiligten Firmen.

Ich darf noch einmal kurz zurückblicken:

Vor 2 Jahren hätten Sie alle hier noch nasse Füße bekommen. An dieser Stelle war das Lehrschwimmbecken der Schule. Die Oppenheimer trauern diesem Schwimmbad noch nach, weil fast jedes Oppenheimer Kind darin schwimmen gelernt hat. Auch unsere Sportlehrer vermissen diese Sportstätte.
Aber die Entscheidung, das Schwimmbad zu schließen, war letztendlich die richtige Entscheidung. Gründe dafür waren und sind:

Etwa zur gleichen Zeit als das Schwimmbad geschlossen wurde, fragte die Stadt Oppenheim nach, ob nicht die Stadtbücherei mit der Schulbibliothek fusionieren könnte.
Für die Schule war dies ein verlockendes Angebot.

Optimal ist die Lösung auch für die Stadt Oppenheim:
Blicken wir jetzt in die Zukunft. Wie sind diese Räumlichkeiten nutzbar und wie integrieren wir sie in die unterrichtliche Arbeit? Wir befinden uns hier im Lesesaal. Dieser Lesesaal ist vielseitig nutzbar:
Im hinteren Teil der Bibliothek werden wir ein multimediales Wissenszentrum aufbauen mit internetfähigen PC's. Den Schülerinnen und Schülern wird damit nicht nur der Zugriff auf Lernsoftware zum Lesenlernen oder interaktive Leseprojekte eröffnet, sondern auch der Zugang zu weltweit verfügbaren Literaturdatenbanken und Textbeständen.

Im Rahmen der Ganztagsschule kommt der Bibliothek eine ganz besondere Bedeutung zu. Während der Entspannungsphase nach dem Mittagessen können sich die Kinder hier beim Lesen eines guten Buches erholen. Im AG-Bereich werden wir Leseclubs einrichten.

Vorlesestunden, Buchvorstellungen, Lesenächte und Projekttage ergänzen die vielfältige Nutzung einer Schulbibliothek.
Es gibt noch viele weitere Ideen, die Leselust und die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler zu wecken und zu fördern.
Dies alles hängt aber ganz wesentlich von einem aktuellen und ansprechenden Buchbestand ab. Und hier meine Bitte an die Stadt Oppenheim, die Gelder für die Unterhaltung und die Anschaffung von Büchern nicht zu kürzen sondern aufzustocken.

Die Bitte geht auch an den Landkreis als Kommunalaufsicht, der Stadt Oppenheim diese freiwilligen Ausgaben nicht zu verweigern. Denn dies sind Investitionen in die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen.

Eine optimale Nutzung einer Bibliothek erfordert eigentlich auch die Einstellung einer Bibliothekarin oder eines Bibliothekars. Es gibt einige Schulen, in denen es eine Bibliothekarsstelle gibt; in ganz Deutschland sind dies leider nur 15 %.
Nur durch eine qualifizierte schulbibliothekarische Arbeit lassen sich die zentralen PISA-Forderungen einlösen.

Meine Damen und Herren,

wir haben mit der Neugestaltung unserer Bibliothek und mit der Fusionierung mit der Stadtbücherei den richtigen Weg eingeschlagen. Ich hoffe und bin mir da auch ganz sicher, dass es zu einer guten, vertrauensvollen und vor allen Dingen fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei kommen wird. Gleichzeitig danke ich dem Landkreis, dass er diese Fusion mitgetragen und unterstützt hat.
Die Schule wird in den nächsten Jahren noch viele Veränderungen sowohl räumlicher als auch inhaltlicher Art erfahren. Mit dieser Bibliothek und dem künftigen Ganztagsangebot sind wir auf dem Weg zu einer modernen, an den Bedürfnissen der Gesellschaft sich orientierenden Schule.

Zum Schluss darf ich noch einmal den Bogen spannen zwischen ehemaliger Sportstätte und heutiger Lesestätte.
Joseph Addison formulierte dies so:

Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.

In diesem Sinne wünsche ich beiden Bibliotheken eine erfolgreiche Arbeit. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


Das Orchester

Sketch

W. Schulz
Bilder: F. Berkes

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Letzte Änderung: Samstag, den 03. November 2007, 21:13 Uhr.